Viele Restaurants in Düsseldorf bieten tolles vegetarisches Essen

Die WZ empfiehlt Läden, in denen es auch ohne Fleisch super schmeckt : Fünf Düsseldorfer Restaurants für vegetarisches Essen finden

Gerichte ohne Fleisch müssen nicht eintönig sein. Fünf Beispiele zeigen, wie vielfältig „veggi“ sein kann. Und: man muss dafür nicht in reine Vegetarier-Restaurants gehen.

Essen – das müssen wir alle, noch besser aber ist es, wenn wir es gerne tun und es richtig gut schmeckt. Deshalb widmet sich unsere Redaktion subjektiven Restaurant-Empfehlungen unter unterschiedlichen Gesichtspunkten. Dieses Mal an der Reihe: Orte, an denen es gutes vegetarisches Essen gibt.

Sattgrün“ – der Name passt perfekt. Denn wer hier essen geht, der kriegt eine wirklich üppige und gute Auswahl an vegetarischen und veganen Speisen. Zuerst entscheidet man sich für eine Tellergröße: kleiner Teller (7,90 Euro), mittlerer Teller (9,90 Euro) und großer Teller (11,90 Euro). Danach  kann man nach Lust und Laune kalte und warme Speisen vom Buffet miteinander kombinieren und auf seinem Teller stapeln. Alles ist frisch und alles ist gut gewürzt. Das wäre auch der einzige, klitzekleine Kritikpunkt: Einige Gerichte schmecken durch die Soßen und die Gewürze recht ähnlich, doch das schmälert den Genuss nicht wirklich. Besonders zu empfehlen bei den Hauptspeisen: Prinzessbohnen asiatisch in Kokossoße mit Bananen, Süßkartoffelchips und Bambusspitzen; gebratene Sojamedaillons in Erdnusssauce mit Zucchini, Lauch und gelber Paprika; ungarisches Paprikagulasch mit Soja-Geschnetzeltem, Zucchini, grüner Paprika und roten Zwiebeln und Mango-Curry mit frittiertem Tofu, roter Paprika, Lauch und Kokosflocken.

Von außen vielleicht nicht besonders einladend, dafür aber richtig lecker: das Kirtis Dhaba. Foto: Kirtis Dhaba. Foto: Kirti's Dhaba

Es empfiehlt sich, beim ersten Besuch einfach mal von allen Gerichten (über 15 sind auf dem Büffet) einen Löffel zu probieren, so hat man eine große Bandbreite. Wer dann noch nicht satt ist und innerlich geradezu grün leuchtet, dem sei der frische, hausgemachte Kuchen (2,90 Euro) empfohlen. Ein Traum ist der vegane Schokoladenkuchen, dicht gefolgt vom Kokoskuchen. Selbst hartgesottene Zweifler werden hier anerkennen müssen: Ein Kuchen ohne Ei und Butter kann dennoch auf der Zunge zergehen.  Wo: Sattgrün Flingern, Hoffeldstr.18, 40235 Düsseldorf, montags bis sonntags 12 bis 23 Uhr; Sattgrün Mitte, Graf-Adolf-Platz 6, 40213 Düsseldorf, montags bis samstags 12 bis 17 Uhr; Sattgrün Hafen, Brückenstr. 12, 40221 Düsseldorf, montags bis sonntags 12 bis 23 Uhr.

Wer gerne asiatisch isst, aber nicht auf Glutamat-Gerichte steht, der ist beim „Bösen Chinesen“ perfekt aufgehoben. Die Spezialität des Hauses sind die handgefertigten Nudeln, die vor den Augen der Gäste entstehen. Es hat sogar ein bisschen was von Erlebnisgastronomie, wenn der neutral dreinblickende Asiate eine weiche Teigmasse in die Luft wirbelt und sie in immer dünneren Fäden auseinanderzieht. Was am Ende beim Gast auf dem Teller liegt, ist richtig lecker. Und auf Fleisch als Beilage kann getrost verzichtet werden: Die vegetarische Nudel-Schüssel kommt mit frischem Gemüse und süß-säuerlich marinierten Tofustücken auf den Tisch. Diese durchtränkten Stückchen sind so lecker, dass man sich dabei ertappt, die Schüssel gierig nach noch weiteren zu durchsuchen. Die dunkle Soße mit einer leicht-scharfen Note macht süchtig.

Die Mezze, die vegetarischen Vorspeisenhäppchen, sind allein einen Besuch im Arabesq wert. Foto: Arabesq. Foto: Arabesq

Beim Preis allerdings zuckt man kurz zusammen: 15,90 Euro kostet das Gericht am Abend, mittags ist es günstiger. Mittlerweile müssen Gäste nicht mehr befürchten, bei einem Spontanbesuch keinen Sitzplatz zu bekommen: Der „Böse Chinese“ ist umgezogen und hat sich von 40 auf mehr als 100 Plätze vergrößert. An der Flurstraße 74 ist unter der Woche (geöffnet 12 bis 15 und 18 bis 24 Uhr) immer ein Plätzchen frei. Am Wochenende (geöffnet samstags von 17 bis 24 Uhr und sonntags von 12 bis 24 Uhr) sollte man reservieren, das ist mittlerweile auch online möglich. Auch im Medienhafen ist der Böse Chinese zu finden: Am Zollhof 13.

Die indische Küche ist dafür bekannt, weitestgehend ohne Fleisch auszukommen. Und so kommt der Vegetarier bei „Kirtis Dhaba“ an der Düsselthaler Straße 1 definitiv auf seine Kosten. Das familiengeführte, unscheinbare Lokal bietet authentische indische Küche zu angemessenen Preisen. Herausragend ist das „Eggplant Bharta“, eine ganze Aubergine gegrillt, püriert, mit Kräutern gewürzt und dann auf Ingwer und Knoblauch angerichtet. Der Hüttenkäse, der sowohl zum „Paneer Masala“ als auch zum bekannteren „Palak Paneer“ gereicht wird, ist hausgemacht. Das Okra-Gemüse mit Zwiebeln und Tomaten kostet 10,50 Euro, das „Maharani Dal“ (schwarze Linsen in Buttersoße) zehn Euro. Seit zehn Jahren ist das Kirtis Dhaba an der Düsselthaler Straße zu finden und ist (leider) schon lange kein Geheimtipp mehr. Deshalb sollte man abends in jedem Fall reservieren. Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag von 12 bis 15 Uhr und von 18 bis 23 Uhr.

Tannengrüne Wände, liebevolle Einrichtungsdetails, schwarz-weiße Bilder – im „Malinas“ muss man sich einfach wohlfühlen. Überall im polnischen Restaurant an der Tannenstraße 31 findet der Gast liebevolle Einrichtungsdetails – und in der Speisekarte eine Auswahl vegetarischer Gerichte. Diese sind traditionell böhmisch, aber modern interpretiert. Sie sind frisch, ohne Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe, Instantbrühen oder -soßen. Die Spezialität des Hauses sind die Pierrogis, hausgemachte, gefüllte Teigtaschen, die gekocht oder gebraten serviert werden. Sie gibt es selbstverständlich in der vegetarischen und auch veganen Variante. Die Füllung aus Sauerkraut und Pilzen schmeckt sensationell, aber auch Kartoffeln, Käse und Zwiebeln, gegrillte Paprika oder Feta mit Spinat sind lecker. Empfehlenswert sind die Salate mit vier vegetarischen Pierrogis, die auf der Abendkarte 14,90 Euro kosten. Mittags gibt es eine simplere Variante für rund zehn Euro. Übrigens schmecken auch Hollywood-Stars die Düsseldorfer Perrogis: Tom Hanks wurde 2014 gesichtet, wie er kurz vor Küchenschluss im Malinas Platz nahm und sich die Teigtaschen schmecken ließ.

Das „Arabesq“ an der Ludenberger Straße 1 entführt den Gast in den Orient. Das Ambiente mit Erkern und Mosaiken, Stuck und marokkanischen Lampen ist allein schon einen Besuch wert. Das Essen überzeugt noch dazu: Vegetarier werden die Vorspeisehäppchen, darunter frischer Minzsalat, cremiges Hummus und Teigtaschen, lieben. Auch das Drei-Gänge-Menü (ab 30 Euro) gibt es in vegetarischer Variante. Öffnungszeiten des Arabesq sind Montag bis Freitag von 17 bis 24 Uhr, Samstag von 12 bis 24 Uhr und Sonntag von 11 bis 24 Uhr.

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