Panther-Cheftrainer Leijten weiß noch nicht, wie das Team aussehen wird

Football : Panther: John Leijten nimmt die Arbeit auf

Der neue Cheftrainer hält sich mit seinen Zielvorgaben noch zurück.

Der Mann im orangefarbenen Hemd kommt mit einem Lächeln die Treppe hinauf und gibt jedem der Anwesenden sogleich die Hand. „Hallo, ich bin John“, stellt sich der neue Cheftrainer der Düsseldorf Panther vor. John Leijten, geboren in Australien, aufgewachsen in den Niederlanden, seit Mitte Dezember offiziell der Hauptverantwortliche an der Seitenlinie des Football-Erstligisten. „Meine Philosophie? Die Spieler sollen alles geben, was wir haben. Dann ist es auch nicht schlimm, wenn der Gegner gewinnt“, sagt der 53-Jährige bei seiner Vorstellung am Donnerstagnachmittag in der Düsseldorfer Altstadt.

Die Panther kennt Leijten seit den Neunziger Jahren, die German Football League ist für ihn kein neues Terrain. Von 2014 bis 2017 trainierte er die Dresden Monarchs, in der einst sehr populären NFL Europe arbeitete Leijten sieben Jahre für die Amsterdam Admirals. „Über unsere Ziele kann ich noch nicht viel sagen. Ich habe keine Ahnung, wo wir am Saisonende landen“, erklärt der Australier. „Zum jetzigen Zeitpunkt weiß ich ja auch noch nicht genau, wie unser Team aussehen wird.“

Aus den Statements von Leijten und dem neuen Linebacker Coach Tim Johnson ist aber heraus zu hören, dass sich die Raubkatzen vielleicht sogar mehr ausrechnen als „nur“ den Klassenerhalt. „Wir wollen Spaß haben. Es ist wie in der NFL. Da ist der Titel jedes Jahr aufs Neue für alle Mannschaften zu haben“, sagt Johnson, der als Linebacker einst selbst in der stärksten Football-Liga der Welt für die Baltimore Ravens, Chicago Bears und Oakland Raiders aktiv war.

Um die Meisterschaft werden die Panther 2019 sicher nicht mitspielen. Aber der wieder einmal neu formierte Verein geht voller Zuversicht in die Saison. Am kommenden Dienstag (22. Januar) beginnt das Training. Für John Leijten wird es nach dem offenen Team-Meeting am Samstag die zweite Gelegenheit sein, um seine neuen Spieler kennenzulernen. „Ich möchte professionellen Football bieten. Wir möchten alle Spieler schneller und stärker machen“, sagt Leijten. „Noch aber ist es ein großes Puzzle, für das wir nicht alle Teile beisammen haben.“ Doch dem Australier ist anzumerken, dass er gewillt ist, die vor ihm liegenden Dinge anzupacken.

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