Musik-Festival: Approximation: Das Festival im Überblick

Musik-Festival : Approximation: Das Festival im Überblick

Das Musikfest akkumuliert musikalische Grenzgänge vom 7. bis 9. Februar.

Approximation heißt „Annäherung“. Das gleichnamige Festival wurde 2005 von Volker Bertelmann (Hauschka) und Aron Mehzion im Salon des Amateurs in der Kunsthalle gegründet. Dabei war und ist die Maxime, innovative Zugänge zum Klavier oder auch anderen Instrumenten vorzustellen, den Dialog anzuregen. Dieses Jahr findet das Festival zwischen Donnerstag, 7. Februar, und dem 9. Februar in der Kunsthalle und der Filmwerkstatt Düsseldorf statt. Grund hierfür sind Umbauarbeiten im Salon des Amateurs.

Besonders beleuchtet wird ein speziell präpariertes Klavier, das von Andrew McPherson erfunden wurde. Bei dem Magnetic-Resonator-Piano handelt es sich um eine reizvolle Erweiterung der klanglichen Möglichkeiten des Klaviers. Statt Klänge digital zu simulieren, wie bei einem Synthesizer, werden durch elektronische Vorrichtungen die Saiten des Instruments auf ausgeklügelte Weise magnetisch zum Schwingen gebracht, dabei bleibt das klassische Anschlagen der Klaviersaiten durch Hämmerchen weiterhin möglich. Ein „Augmented Instrument“ also. Die Klänge, die so entstehen können, sind sphärische gehaltene Töne, die sonst auf dem Klavier nicht verwirklichbar sind.

McPherson wird am ersten Abend des Festivals am Donnerstag (Filmwerkstatt Düsseldorf, Birkenstraße 47, einlass 19.30 Uhr) hierzu auch einen Vortrag halten und das Instrument erklären. Am gleichen Abend spielt Xenia Pestova mit den Möglichkeiten des Magnetic-Resonator-Pianos. Auch am Donnerstag ist zudem Johanna Billings „Pulheim Jam Session“ zu sehen und zu hören. Die Arbeiten der schwedischen Konzeptkünstlerin verbinden filmische Bilder mit Musik. Am Freitag (Kunsthalle Grabbeplatz, Einlass ab 19.30 Uhr) sind der finnische Pianist Iiro Rantala mit „Twelve Months“ und die schwedisch-iranische Komponistin und Pianistin Shida Shahabi zu erleben. Beide nutzen das Klavier für eigene stilistische Grenzgänze. Am Samstag, erneut in der Kunsthalle, (Einlass 19 Uhr) tritt der Multiinstrumentalist Colin Stetson auf. Mit vorzugsweise Saxophon und Klarinette lässt er vibrierende Klanglandschaften entstehen. Klanglandschaften, die auch wie eine Vielzahl an Instrumenten anmuten, gestaltet auch „Resina“, ein Projekt der polnischen Cellistin Karolina Rec. Mithilfe ihres Cellos und durch live vor Ort aufgenommene Loops entsteht beeindruckende Mehrstimmigkeit. Die Pianistin Ursula Oppens fühlt sich sowohl in der zeitgenössischen Musik als auch in der Welt der klassischen Komponisten zu Hause. An diesem Abend spielt sie Werke von Joan Tower, John Corigliano und Elliott Carter.

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