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Gastronomen in Düsseldorf bieten Corona-Selbstests an

Corona und Gastronomie : Gastronomen bieten Corona-Tests an

Weil nicht geboosterte Gäste nur nach Vorlage eines negativen Tests in einem Restaurant essen dürfen, werden die Wirte selbst aktiv. 

Seit mehreren Tagen gilt in Restaurants, Kneipen und Cafés die 2G-plus-Regel. Wer seine dritte Impfung, den so genannten Booster, noch nicht bekommen hat, muss einen negativen Corona-Test vorweisen – oder im Restaurant schnell einen neuen machen.

Michael Schäfer bietet diesen Service in seinem Restaurant Fährhaus am Volmerswerther Deich an. Anders als in öffentlichen Testzentren macht der Gast den Nasenabstrich selbst, Schäfer oder ein Mitarbeiter sind dabei anwesend. „Das ist etwas zeitaufwendig, aber besser, als die Gäste zu verlieren“, sagt der Gastronom, der in einer Fortbildung gelernt hat, wie ein Corona-Test gemacht wird. Der Test kostet für die Gäste nur wenige Euro, Schäfer erlässt diesen Preis, wenn der Umsatz am Tisch gut ist.

Noch ist die Nachfrage nach
Tests im Restaurant gering

Ähnlich arbeitet auch Timo Schmitz vom Restaurant 5P an der Fichtenstraße. „Wir haben einen freien Raum, in dem getestet wird und in dem die Gäste 15 Minuten auf das Ergebnis warten können“, sagt er. Zwei Mitarbeiter haben kürzlich noch in einem Testzentrum gearbeitet und wissen daher, wie ein Test funktioniert. Fünf Euro kostet der Test, das ist – je nach Hersteller – nur etwa zwei Euro über dem Einkaufspreis. „Die Gäste können auch einen eigenen Test mit bringen, sofern er noch original verpackt ist“, sagt Timo Schmitz.

Auch Giuseppe Saitta hat Tests auf Lager, die Gäste seiner Oberkasseler Lokale führen die Abstriche selbst durch. An den Tests möchte Saitta nichts verdienen, es gibt sie zum Selbstkostenpreis. „Testen ist nicht mein Geschäft. Aber sie sind nicht kostenfrei. Wir sind ja kein Testzentrum“, sagt Saitta.

Die Nachfrage nach dieser Testmöglichkeit in der Gastronomie ist aber noch gering. Vielleicht, weil die Tests nur dort gelten, wo sie gemacht wurden. Die Gastronomen berichten, dass in den ersten Tagen kaum ein Gast seinen Corona-Test am Ort gemacht hat. Die meisten Besucher zeigen Booster-Impf-Nachweise vor, manche auch ein Testergebnis aus einem Schnelltestzentrum. „Wir hoffen, dass sich das Test-Angebot herumspricht und die Gäste zu uns kommen“, sagt Schäfer.