Düsseldorf: Fünf Tipps für den Goldenen Oktober

Düsseldorf : Fünf Tipps für den Goldenen Oktober

Den sonnigen Herbst verbringt man zurzeit am besten im Freien — radelnd, wandernd, ausruhend oder feiernd.

Düsseldorf. Goldener kann ein Oktober nicht starten. Blauer Himmel ohne Ende über Düsseldorf und das soll auch noch bis Sonntag so bleiben. Bis zu 20 Grad sind am Wochenende sogar drin. Wir geben fünf Tipps, wo Sie die laue Herbstluft besonders gut genießen können.

Rotthäuser Bachtal: Das hat fast was von Allgäu, nur das die Hügel nicht so hoch sind. Aber ein fantastisches Stück Natur ist das Rotthäuser Bachtal allemal. An der Grenze zu Düsseldorf, aber völlig abseits der Großstadt. Nur selten trifft man hier andere Wanderer oder auch mal Mountainbiker, die sich die zum Teil schlammigen Wege oder steilen Anstiege entlangkämpfen. Immer wieder fallen traumhafte Blicke ins Tal, auf den Bach, die weiten Wiesenlandschaften, das Gut Papendelle, die Fischteiche.

Tipp: eine stramme, zehn Kilometer lange Wanderung, die an der Basilika St. Margareta startet. Von da geht es am Waldfriedhof vorbei Richtung Osten. Nach einigen Aufs und Abs kommt der Rotthäuser Bach, an seiner Ostseite geht es nach Norden, schließlich über den Schäpershof zurück. Einkehrmöglichkeit für Feinschmecker: Reinhardt’s Restaurant, Gut Moschenhof. Details zur Strecke finden Sie auf wanderwege-nrw.de.

Wildpark: Mitten im Grafenberger Wald liegt der Wildpark. In den weitläufigen Gehegen gibt es Rothirsche, Rehe und Muffelwild, dazu Wildschweine, die zurzeit mit ihren putzigen Frischlingen unterwegs sind, Waschbären und Füchsen. Die Besucher dürfen die Tiere füttern: mit Möhren und Äpfeln, Erdnüssen und Walnüssen. Alles andere ist tabu, was man auf den Schildern nachlesen kann. Die Runde ist locker mit Kindern zu machen, denen ein Spielplatz und ein Streichelzoo zur Verfügung steht. Zurzeit können Besucher ein außergewöhnliches akustisches Spektakel erleben: Die Damhirsche sind in der Paarungszeit und bringen das mit lauten Brunftschreien zum Ausdruck. Klingt ein bisschen nach Jurassic Parc und Grisu. Der Eintritt in den Wildpark, Rennbahnstraße 60, ist frei. Täglich von 9 bis 18 Uhr, Parkplatz vorhanden. Bahnlinien 703, 709, 713, Auf der Hardt.

Hammer Deich: Ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad ist (fast) egal, mit dem Rad geht’s nur schneller: Ausgangspunkt ist die Brücke übers Hafenbecken hinter dem Landtag. Von hier oben hat man bei Sonnenschein einen grandiosen Blick über Rhein, Medienhafen und Altstadt. Dann die Bremer Straße entlang, den Rheinstrand immer auf der rechten Seite. Am „Trüffelschwein“ an der öffentlichen Golfanlage ist ein Päuschen angesagt — von der Terrasse geht der Blick über viel Grün mit noch viel mehr weißen Tupfern (das sind die Bälle von den Abschlagplätzen) zum Strom. Weiter über den asphaltierten Weg, links die Lausward, rechts der Rhein, bis zum Hammer Deich. Und überall zwischendurch gibt’s die Möglichkeit, sich ins Gras zu setzen und den Lauf der Dinge zu überdenken. Schön wie ein kleiner Urlaub.

Schloss Heltorf: Bei Schlosspark denkt man in Düsseldorf meistens an Benrath. Gut für die Besucher des Waldparks am Schloss Heltorf, denn die haben dann ihre Ruhe. Zu bestaunen gibt es exotische Baum- und Straucharten sowie die zweitälteste Rhododendronanpflanzung Deutschlands. Idylle pur wartet auf den Spaziergänger am Schlossweiher im Zentrum des Parks. Der ist noch bis Ende Oktober geöffnet — und zwar samstags, sonntags und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet 2,50 Euro. Tipp für den kleinen Hunger: Im rustikalen Schlossstübchen neben dem Schloss gibt es selbst gebackenen Kuchen.

Oktoberfest am Aaper Wald: So viele Einkehrmöglichkeiten bei einem schönen Spaziergang gibt es selten. Startpunkt Gut Knittkuhle mit Parkplatz. Von da an geht es über den Grütersaaper Weg Richtung Aaper Wald. Schon bald kommt dann rechts der Hof Gut Grütersaap. Samstag und Sonntag ist dort jeweils ab 12 Uhr Oktoberfest, mit Weizen, Haxen und Sauerkraut.

Wer damit nicht glücklich wird, läuft einfach noch ein paar Kilometer weiter durch Wald und Wiesen Richtung Westen am Segelflugplatz vorbei. Der nächste Einkehrschwung ist dann im Waldgasthof Gut Wolfsaap möglich. Am Sonntag lohnt es sich dann sogar ganz besonders, bis zur Rennbahn weiterzulaufen. Um 13 Uhr startet dort der „Großer Preis der Landeshauptstadt Düsseldorf“. Eintritt: acht Euro, inklusive zwei Euro Wettschein. Kinder und Jugendliche haben freien Eintritt.

Mehr von Westdeutsche Zeitung