Düsseldorf: Flughafen: Sicherheitsfirma will Chaos verhindern - Verdi skeptisch

Düsseldorf : Flughafen: Sicherheitsfirma will Chaos verhindern - Verdi skeptisch

Im vergangenen Jahr waren viele Reisende wegen der langen Wartezeiten am Düsseldorfer Flughafen völlig mit den Nerven am Ende. Die Gewerkschaft ist skeptisch.

Düsseldorf. An den Start in die Sommerferien im vergangenen Jahr erinern sich viele nur ungern. Wegen der langen Wartezeiten bei der Abfertigung kam es zu chaotischen und sogar zu Prügeleien unter den Passagieren. Es mussten sogar Beamte des Bundespolizei eingesetzt werden. In diesem Jahr soll alles anders werden, verspricht Peter Lange, Chef der Sicherheitsfirma in einem Gespräch mit der Deutschen Presseagentur. "Ich bin zuversichtlich, dass wir den anstehenden Sommerferienverkehr genauso erfolgreich meistern werden wie die zurückliegenden Oster- und Pfingstferien, als wir die Passagiere zügig und sicher kontrolliert haben", sagt Lange. Man werde zum Ferienstart in Nordrhein-Westfalen am 16. Juli rund 180 zusätzliche Kräfte an den Kontrollstellen haben.

Davon seien bereits 135 Kräfte unter Vertrag, weitere Luftsicherheitsassistenten befänden sich noch in der Ausbildung.Insgesamt steige die Belegschaft auf mehr als 1000 Männer und Frauen, von denen zu Spitzenzeiten bis zu 320 gleichzeitig im Einsatz seien. Unter anderem setze die Firma nun Kräfte von anderen Sicherheitsunternehmen ein. Für den Sommer sei zusätzlich geplant, vom belgischen Anbieter Agello zwei Teams mit zusammen zwölf Leuten auszuleihen.

Die Gewerkschaft Verdi ist weiterhin skeptisch und stört sich daran, dass Kötter Beschäftigte aus vier Subunternehmen einsetzen will. Das widerspreche der Ausschreibung, kritisierte Verdi-Sekretär Özay Tarim in Düsseldorf. Er habe große Zweifel, dass Kötter mit seinerMannschaft heil durch den Sommer kommt. Die Beschäftigten litten an der viel zu dünnen Personalausstattung. Ein hoher Krankenstand sei Zeichen permanenter Überlastung und auch die firmeneigene Akademie bilde nicht ausreichend neue Kräfte aus. dpa/Red

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