„Es wird wieder geschenkt“

„Es wird wieder geschenkt“

Am Wochenende nutzten die Kunden die Einkaufstage intensiv. Für Kinder gab es im Gedränge Oasen der Ruhe.

Düsseldorf. Dicht an dicht drängen sich am Wochenende die Menschen über die Einkaufsmeilen, nicht nur am Samstag, sondern auch gestern beim verkaufsoffenen Sonntag. „Es ging bei uns gleich um 13 Uhr voll los. Im Vorjahr hat das mehr Anlaufzeit gebraucht. Gefragt sind vor allem warme Winterstiefel“, sagt Ralf Böttcher vom Schuhgeschäft Böhmer an der Schadowstraße.

Zufrieden zeigt sich auch Claus Franzen an der Kö: „Das Wochenende ist für uns sehr erfolgreich verlaufen. Es wird wieder geschenkt. Die Leute wählen aber sorgfältig aus, was sie kaufen.“ Laut Einzelhandelsverband sind neben Winterbekleidung klassische Geschenke wie Spielwaren, Schmuck und Parfüm gefragt. Insgesamt läuft das Geschäft beim Einzelhandel besser als im Vorjahr.

Bei den Kunden kommt der verkaufsoffene Sonntag gut an: „Schade finde ich nur, dass in Deutschland diese Sonntage so geballt vor Weihnachten liegen. In meiner ursprünglichen Heimat, den Niederlanden, lösen sich die Städte das ganze Jahr untereinander ab“, sagt Babette Gärtner aus Erkelenz, die noch Parfüm und Schmuck als Geschenke sucht. Nur zum Bummeln ist Gerd Lahnstein mit seinen drei Enkeln in die City gekommen. „Wir wollen die Vorweihnachtsfreude genießen“, sagt der Düsseldorfer beim Blick auf den großen Weihnachtsbaum in den Schadow-Arkaden.

Während in der City das Weihnachtsgeschäft brummt, sind Shopping-Touren für Kinder oft stressig: Auf den Gehwegen macht ihnen das Gedränge zu schaffen, in den Geschäften langweilen sie sich vor der Umkleidekabine oder in der Kassenschlange. Im Gegenzug nervt die Eltern das Gequengel der Kleinen. Damit nun alles erträglich bleibt, gibt es in den Schadow Arkaden immer samstags eine kostenlose Kinderbetreuung.

„Wenn es darum geht, Weihnachtsgeschenke zu kaufen, ist es nun mal schwierig, die Kinder mitzunehmen“, sagt Erzieherin Karina Hartmann. Klar: Sie sollen ja nicht sehen, was sie bekommen. Jeden Samstag betreuen sie und ihre Kolleginnen im zweiten Stock der Schadow-Arkaden den Nachwuchs der Kunden.

Zwischen 10 und 17 Uhr können die Kinder hier toben, lesen und sich schminken lassen. Meist sind es 20 bis 30 an einem Tag. Die jüngsten sind erst drei, die ältesten dreizehn Jahre alt. Einige von ihnen kommen regelmäßig, bringen sogar eigenes Spielzeug mit: „Ein Geschwisterpärchen sehen wir beinahe jede Woche“, sagt Hartmann.

Spätestens nach zwei Stunden müssen die Sprösslinge jedoch wieder abgeholt werden, sonst ruft Karina Hartmann die Eltern auf dem Handy an.

Auch das Stadtmuseum an der Berger Allee bietet am Wochenende eine kostenfreie Betreuung. Hier wird Kindern immer samstags zwischen 14.30 und 16.30 Uhr die Wartezeit versüßt, während die Eltern durch die Geschäfte streifen. Eine Anmeldung ist in beiden Einrichtungen nicht erforderlich.