Düsseldorf: Demo-Day: Technologie zum Anfassen

Düsseldorf: Demo-Day: Technologie zum Anfassen

Junge Unternehmen präsentieren ihre Ideen und Produkte. Technologie der Zukunft soll Teil des Alltags werden.

Düsseldorf. Gemeinsam mit dem digihub Düsseldorf/Rheinland hat die Wirtschaftsförderung am Donnerstag einen „Demo-Day“ ins Leben gerufen, bei dem junge Unternehmen ihre neuesten Technologien präsentieren konnte. Für viele junge Unternehmen und Start-ups war dies die Gelegenheit, sich auch anderen Unternehmen vorzustellen und Kontakte zu knüpfen. Der Aussteller mit dem vielleicht auffälligsten Ausstellungsstück war das junge Unternehmen ioX lab. Der Roboter Bob, den das Unternehmen in Eigenregie entwickelt und mit 3D-Technologie gedruckt hat, begrüßte die Besucher des Demo-Day gleich am Eingang.

Ulrike Melskotte von ioX lab erklärt, zu was Bob schon fähig ist: „Unser Roboter Bob ist momentan unsere Galionsfigur. Er reagiert auf Geräusche, kann sich bewegen und somit bereits jetzt mit Menschen interagieren.“ OB Geisel, der zur Eröffnung des Demo begrüßte Bob sogar mit Handschlag. Die Entwicklung des Roboters, der erste seiner Art in Düsseldorf, geht in Zukunft noch weiter. Recht weit ist schon ein Poster, dessen Motiv sich je nach Lautstärke und Art der Musik, die gespielt wird, verändert. Das Soundlounge Poster „ist das erste Printposter, welches auf akustische Signale reagiert und damit seine grafische Oberfläche verändert“, sagt Melskotte. Das Geheimnis hinter dem interaktiven Poster ist eine dünne Schablone mit LED-Lampen unter der Oberfläche. Viele seiner innovativsten Produkte darf das Düsseldorfer Unternehmen jedoch nicht öffentlich zeigen, da die Produkte und Prototypen von größeren Unternehmen, wie etwa Henkel, in Auftrag gegeben wurden.

Eine für den Alltag durchaus nutzbare Technologie zeigte das Unternehmen „Die Schuhleister“. Mithilfe eines 3D-Scans des Fußes stellt das Unternehmen individuelle Schuhleisten her, aus denen dann maßgefertigte Schuhe angefertigt werden können. Das Unternehmen wurde vor vier Jahren gegründet. Geschäftsführer Timo Marks: „Ich glaube, dass Individualprodukte die Zukunft sind. Die Konsumenten haben immer mehr das Bedürfnis nach individuellen Produkten, die nach ihren Wünschen angefertigt werden. Neue Technologien geben der Maßanfertigung ganz neue Möglichkeiten.“

Aber nicht nur Entwicklung und Herstellung neuer Technologien war Thema, sondern auch die immer größer werdende Vernetzung der Geräte. So könnten bald immer mehr Menschen eine Waschmaschine besitzen, die Kontakt zum Hersteller aufnehmen kann, wenn sie eine Reparatur benötigt. Ganz im Sinne von Diplom-Kaufmann Michael Zollo: Er sagte, um Düsseldorf als digitalen Standort nach vorne zu bringen, müsse man vor allem den Nutzen für den Verbraucher im Auge haben.

Mehr von Westdeutsche Zeitung