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Angeklagter im Mafia-Prozess mit Corona infiziert

Weiter geht es im Januar

Angeklagter im Mafia-Prozess mit Corona infiziert

Ein Angeklagter wurde posiitiv getestet, deswegen wird der Mafia-Prozess bis ins nächste Jahr verschoben. FOTO: dpa / Roland Weihrauch

Düsseldorf Der Mafia-Prozess in Düsseldorf ist bis ins kommende Jahr unterbrochen, weil sich ein Angeklagter mit dem Coronavirus infiziert hat. Das hat eine Sprecherin des Duisburger Landgerichts am Freitag mitgeteilt.

Zuvor waren zwei Verteidiger positiv auf das Virus getestet und das Verfahren bis 11. Dezember unterbrochen worden. Nun werde es aber erst am 4. Januar weitergehen können.

In dem Prozess müssen sich mutmaßliche Mafiosi der derzeit mächtigsten Mafia-Gruppe der Welt wegen Kokainhandels in großem Stil verantworten. Die 'Ndrangheta soll große Teile des weltweiten Kokainhandels kontrollieren. Insgesamt sind 14 Männer angeklagt. In dem Verfahren geht es unter anderem um den Handel mit insgesamt 680 Kilogramm Kokain. Das Gericht hat für den Prozess 90 Verhandlungstage angesetzt.

Der Prozess hatte bereits eine Zwangspause einlegen müssen, weil einer der Angeklagten eine Corona-Quarantäne abwarten musste. Dann war ein Staatsanwalt während der Verhandlung aus dem Saal gerufen worden, weil er Kontakt zu einem coronapositiven Polizisten hatte. Der Prozess findet aus Sicherheitsgründen nicht in Duisburg, sondern im Hochsicherheitstrakt des Düsseldorfer Oberlandesgerichts statt.

(dpa)