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Sonne scheint für kölsche Jecken

Sonne scheint für kölsche Jecken

Gestern wurde der Rosenmontagszug in der Altstadt begeistert empfangen. Auch im Rathaus wurde groß gefeiert.

Köln. Kalt, aber zum Glück trocken, war es gestern beim großen Rosenmontagszug in Köln. Gegen Mittag zeigte sich dann auch noch die Sonne auf dem Alter Markt. Abhalten von den winterlichen Bedingungen ließen sich die Jecken aber nicht. Zahlreich säumten sie den Zugweg durch die Kölner Innenstadt und setzten dabei wie schon bei der Weiberfastnacht auf mollig warme Kostüme.

Sonne scheint für kölsche Jecken

Zu sehen gab es auf den Persiflagewagen viele Protagonisten der aktuellen Geschehnisse in der Welt wie US-Präsident Donald Trump als Dampfwalze, der türkische Präsident Recep Erdogan, der Urlauber am Stand in einen Käfig steckt, oder den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un beim „Dirty Dancing“ mit der Atombombe.

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Die deutschen Autobauer wurden im Dieselsumpf gezeigt, auch der MeToo-Skandal wurde mit grabschenden Schweinen, die Polka tanzen, aufs Korn genommen. Aus der großen Koalition in Berlin wurde bei den Kölner Wagenbauern die große Kollision. Die Videoassistenten beobachteten im Zoch Schiedsrichter, die sich bei „Let’s Dance“ versuchen, während die Starkicker der Welt scheinbar nur noch nach der Pfeife des Geldes tanzen.

Sonne scheint für kölsche Jecken

Schon früh am Morgen des Rosenmontags zogen die Roten Funken am Rathaus auf, um ihre Ehrenkommandantin OB Henriette Reker zu begrüßen. Mit dabei war neben dem Ehrenpräsidenten des Festkommitees, Markus Ritterbach, auch Mayor Everett Sickles, der Bürgermeister von Wickenburg im US-Bundesstaat Arizona. Im Herbst dieses Jahres wird das Traditionskorps eine große Manöverfahrt in die USA und nach Kuba unternehmen. Reker fuhr in diesem Jahr erstmals auf einem Wagen der Ehrengarde mit und das als erste Frau in der Uniform der Ehrengarde. „Das Korpskreuz der Roten Funken werde ich aber trotzdem tragen“, sagte die OB.

Sonne scheint für kölsche Jecken
Foto: dpa/Eppinger

Im historischen Rathaus empfing Reker 556 geladene Gäste. Extra aus New York angereist kamen die Königin und die Prinzessin der Steuben-Parade, Catlyn Walsh und Michaela Stuart. „Ich mag es sehr, wie fröhlich und entspannt die Leute hier in Köln ihren Karneval feiern. Wir sind eine Woche in der Stadt und genießen jeden Tag“, sagt die Königin, die im normalen Leben Jura studiert. Zu Gast waren neben zahlreichen Kölner Politikern wie Volker Beck von den Grünen auch internationale Vertreter wie die Konsulen und Generalkonsulen von Frankreich, Italien, Tschechien, den Niederlanden, Polen und Belgien.

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Auch in diesem Jahr waren wieder einige Promis auf den Wagen im Zoch an Bord: So fuhr Schauspieler Peter Millowitsch bei Zugleiter Alex Dieper mit, WDR-Intendant Tom Buhrow und Sängerin Marita Köllner waren zu Gast bei Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn und die FC-Profis Timo Horn und Dominic Maroh präsentierten sich bei der Nippeser Bürgerwehr. Die FC-Geschäftsführer Armin Veh und Alexander Wehrle fuhren bei der Bürgergarde mit, dazu kam ein eigener FC-Wagen unter anderem mit Trainer Stefan Ruthenbeck und den Spielern Claudio Pizarro und Marcel Risse. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet war bei der Ehrengarde an Bord.

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