Weltcup-Pause für Greis - Neuner hofft auf Übersee

Weltcup-Pause für Greis - Neuner hofft auf Übersee

Antholz (dpa) - Magdalena Neuner hofft auf den WM-Feinschliff beim Biathlon-Weltcup in Übersee, Michael Greis bleibt lieber daheim. „Ich lasse die ersten Rennen in den USA aus“, kündigte der deutsche Schlussläufer nach dem souveränen Staffelsieg bei der WM-Generalprobe in Antholz an.

„Ich bin jetzt ganz gut drauf, aber die Regenerationszeit ist relativ knapp. Deshalb versuche ich, rauszubremsen und eine Grundlage für die WM zu legen“, erklärte Greis seine Wettkampf-Auszeit. Der dreimalige Olympiasieger kündigte an: „Dann geht es mit vollem Elan nach Chanty Mansiysk.“

Für die beiden Biathlon-Stars soll es das erste WM-Gold schon im Auftaktrennen am 3. März geben. In der Mixed-Staffel ist Deutschland Titelverteidiger. Neben Greis und Neuner werden wohl noch Arnd Peiffer und Andrea Henkel laufen. Während Turin-Olympiasieger Greis so stark ist, wie schon lange nicht mehr, ist Magdalena Neuner nach zwei krankheitsbedingten Pausen auf der Suche nach der Gala-Form. „Ich habe noch etwas Zeit vor der WM, ich mach' mir da kein Stress.“

Die Doppel-Olympiasiegerin will sich erst einmal richtig auskurieren. „Ich werde die nächsten zwei, drei Tage nicht trainieren, bis der Infekt wirklich ganz weg ist“, kündigte sie nach Rang sechs im Antholzer Massenstart-Weltcup an. Dann werde sie ein paar leichte Trainingseinheiten absolvieren, ehe es nach Amerika geht. „Ich hoffe einfach, dass ich da noch etwas Zeit habe, zum trainieren, um Kraft zu tanken, und in Ruhe meine Wettkämpfe machen kann, die ich vielleicht auch etwas als Training sehen kann.“

Schon am nächsten Montag geht es für die Skijäger weiter nach den harten drei Weltcup-Wochen in Oberhof, Ruhpolding und Antholz. Die ersten USA-Wettkämpfe stehen am 4. Februar in Presque Isle auf dem Programm. Beim letzten Weltcup vor der Weltmeisterschaft in Fort Kent/USA (8. bis 13. Februar) wird auch Greis dann wieder zum Team stoßen.

Doch schon jetzt warnt Altmeister Greis vor allzugroßen Erwartungen, auch wenn die deutschen Biathleten die letzten beiden Staffel-Rennen gewonnen haben. „Man muss schauen, wie die nächsten Wochen verlaufen. Man darf die Erwartungen nicht zu hoch schrauben. Wir wissen, dass wir es können. Das haben wir mit zwei Siegen bewiesen. Aber die WM ist etwas anderes.“