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Offener Sonntag und Drupa treffen auf Fortunas Finale

Offener Sonntag und Drupa treffen auf Fortunas Finale

Polizei, Verein und Rheinbahn wappnen sich für ein Problemspiel. Die Stadt wird am Sonntag voll.

Düsseldorf. Ein volles Haus will am Sonntag die Fortuna zum Sieg gegen Duisburg und in die Relegation jubeln. Karten, die ursprünglich 14 Euro kosteten, werden im Internet für 70 Euro versteigert — die teuersten Karten sind Vip-Tickets für 421 Euro. Zusätzlich ist in der City verkaufsoffener Sonntag, auf dem Messegelände findet die weltgrößte Druckfachmesse Drupa statt.

„Die Polizei rechnet mit Verkehrsbeeinträchtigungen rund um die Arena bei der Anreise der Fußballanhänger sowie mit einer vollen Innenstadt“, sagt der Einsatzleiter Martin Vonstein. Und: „Die Begegnung wird als Problemspiel eingestuft.“ Mehrere Hundertschaften sind nach Düsseldorf bestellt worden — weitere Einzelheiten will die Polizei am Donnerstag bekanntgeben.

„Das Verhältnis der Fangruppen ist kein freundschaftliches“, bestätigt Fortunas Fanbetreuer Jörg Emgenbroich. MSV-Fans hatten bei der letzten Begegnung versucht, Düsseldorfer Fans mit Leuchtkugeln zu beschießen. Die 5400 Karten für den Gästeblock sind verkauft.

„Darüber hinaus werden sicher weitere Duisburger Fans Karten in Düsseldorf gekauft haben“, sagt Emgenbroich. Sprich: Eine strikte Fan-Trennung wird es nicht geben können.

Georg Schumacher von der Rheinbahn hofft dennoch, die meisten MSV-Anhänger mit Shuttlebussen vom Fernbahnhof Flughafen zur Arena bringen zu können. Auch so werde es eng genug: 2008 bei der letzten Drupa kamen am ersten Messesonntag 23 000 Besucher — die mischen sich am Sonntag mit rund 55 000 Fußballfans. „Wir fahren, was wir können“, sagt Schumacher. In beide Richtungen soll die U78 im Drei-Minuten-Takt fahren, in der Regel mit drei Waggons. „So können wir 600 Menschen pro Bahn befördern.“

Vorfreude auf den Verkaufssonntag statt Sorge um Problemfans ist das Motto bei der Interessengemeinschaft Königsallee. Auch Wirte-Sprecherin Isa Fiedler freut sich „auf volles Haus und eine tolle Party“.

Sollte es doch böse enden, gingen die Fans wohl eher geknickt nach Hause, als für Ärger an der längsten Theke zu sorgen. Auch auf eine Relegation gegen Köln würde sie sich freuen, ebenso wie Dirk Schaper von der Altstadt-Gemeinschaft: „Allein die Vorstellung ist ein Fest!“