Duba — die Gelassenheit ist zurück

Duba — die Gelassenheit ist zurück

38 Gegentore in den Spielen im Dezember nagten am Pinguine-Torhüter. Im neuen Jahr scheint der Frust wie weggeblasen.

Krefeld. Torhüter sind eigen — das gilt vor allem auch im Eishockey. Wie unterschiedlich sie jedoch ein Spiel angehen, war im Derby der Krefeld Pinguine gegen die Kölner Haie deutlich zu sehen. Während Pinguine-Schlussmann Tomas Duba vor dem Auftakt-Bully die Eisfläche vor dem eigenen Tor noch mit seinen Kufen präparierte, fuhr Haie-Torwart Danny Aus den Birken in gebückter Pose weit in sein Tor hinein, wo es dann im Spiel auch dreifach einschlug.

Duba hielt seinen Kasten hingegen zum bereits vierten Mal in dieser Saison sauber und zeigte sich nach 38 Gegentoren im Dezember erleichtert. „Es war schön mit anzusehen, wie die Jungs diese Begegnung gespielt haben“, sagt Duba und zollte seinen Vorderleuten mehr als nur den bloßen Dank für das Zu-Null-Spiel nach einer schnellen 3:0-Führung. „Dieser Shutout tut vor allem nach den vielen Gegentoren im Dezember richtig gut“, sagt Duba und ließ damit erahnen, wie sehr die 38 Gegentore der Pinguine in den acht Dezemberspielen an ihm genagt hatten. Bei den Niederlagen gegen Wolfsburg (0:6) und in Schwenningen (5:7) hatte Rick Adduono seine unumstrittene Nummer eins für Patrick Klein von der Eisfläche geholt. Im folgenden Auswärtsspiel in Wolfsburg durfte der Ersatzgoalie der Schwarz-Gelben sogar von Beginn an ran.

In überragender Form präsentierte sich Duba zu Beginn der Saison, bevor das Defensivverhalten seiner Vorderleute immer mehr abbaute und der Tscheche mit einer Fangquote von 91,2 Prozent auf Rang 13 in der Torhüterbewertung der Deutschen Eishockey Liga (DEL) abrutschte. „Wir müssen lernen, wieder besser zu verteidigen, dann kann Tomas Duba uns auch wieder ein Spiel gewinnen“, sagte Pinguine-Trainer Rick Adduono bereits nach der Niederlage in Mannheim zwei Tage vor Weihnachten. Der kanadische Übungsleiter sprach die gesamte Saison über bereits von einem zu erreichenden Schnitt unter 30 Torschüssen pro Spiel. Mit gerade einmal 16 zugelassenen Torgelegenheiten im Spiel gegen die Kölner Haie erreichten die Pinguine ihren absoluten Bestwert. Die Gegentor—Schussanzahl verbesserte sich in den drei vergangenen Begegnungen von 32,75 auf 25,6 pro Spiel. „Ich denke, wir haben heute defensiv gesehen vielleicht unser bestes Spiel der Saison gemacht“, sagte Adduono.

Und wenn die Haie doch einmal gefährlich vor das Tor der Schwarz-Gelben kamen, war Duba zur Stelle, der mit den spektakulären Paraden gegen Weiß (6.) und Johnson (51.) seinen Shutout sicherte. „Gegen Nürnberg wird der Druck sicherlich nicht abnehmen“, sagte Duba mit Blick auf das Heimspiel (19.30 Uhr) morgen. Und ergänzt verschmitzt: „Aber wir sind bereit für diesen Kampf um die Play-offs.“