Krefeld Pinguine: Krefeld Pinguine: Verkorkste Saison — tristes Ende

Krefeld Pinguine: Krefeld Pinguine: Verkorkste Saison — tristes Ende

Die Pinguine kassieren im letzten Heimspiel gegen die Nürnberg Ice Tigers eine 2:4-Niederlage.

Krefeld. Niederlage im letzten Saisonheimspiel. Die Krefeld Pinguine unterlagen gestern Abend den Nürnberg Ice Tigers mit 2:4.

Marcel Müller kehrt zur neuen Saison nicht nach Krefeld zurück. „Es tut mir leid, aber die Planungen hier stimmen mit meinen Planungen nicht überein, das funktioniert nicht“, sagte Müller nach dem Spiel gegen den Tabellenzweiten. Nach der Begegnung wurde ebenfalls offiziell verkündet, dass — wie unsere Zeitung bereits exklusiv berichtete — Müller und Daniel Pietta gemeinsam den Rest der Saison für den schwedischen Zweitligisten Leksands auflaufen werden.

Pietta bedankte sich für die Unterstützung während der gesamten Saison und fand ebenfalls kritische Worte. „Wir müssen in der neuen Saison auf allen Ebenen Qualität hinzubekommen, dann sehen wir vielleicht hier wieder Play-offs. Natürlich werde ich im Sommer zurückkommen, aber es sollten sich einige Dinge ändern.“

Mathias Trettenes verlässt die Pinguine ebenfalls und kehrt ab Dienstag in sein Heimatland Norwegen zurück. Er schließt sich Serienmeister Stavanger an.

Martin Schymainski meldete sich vor dem Spiel via Facebook und erklärte allen Fans seinen Wechsel nach Frankfurt. „Nach drei Jahren hintereinander Sommerpause im März habe ich die Möglichkeit bekommen, noch länger Eishockey zu spielen.“

Auch zu seinem Vertrag, der noch bis 2021 läuft, fand der Publikumsliebling gewohnt klare Worte. „Natürlich komme ich wieder zum KEV zurück!“

Mit der 16. Heimniederlage endete gestern um 21.50 Uhr die Eiszeit im König-Palast und sorgt für die längste Sommerpause der Krefelder Eishockey-Geschichte. Zum letzten Heimspiel waren die Ränge besser als in den Vorwochen gefüllt, denn die Pinguine hatten mit einer kurzfristigen Aktion dafür gesorgt, dass alle Dauerkarteninhaber einen Kumpel kostenlos mit ins Stadion bringen konnten.

Die Stimmung war dennoch nicht gut. Feierten die Anhänger in den Vorjahren zumindest im letzten Heimspiel sich selbst und sorgten mit Dauergesängen für eine besondere Atmosphäre, gab es gestern nur im letzten Drittel vereinzelte „You’ll never walk alone“-Gesänge.

Die Pinguine spielten zu Beginn befreit auf. Der Druck war weg, und so dominierten die Krefelder das Auftaktdrittel. Justin Feser hatte Pech mit einem Lattenkracher (5.).

Besser machte es Trettenes kurz vor Drittelende, als er ein Zuspiel von Feser genau in den Winkel schoss. Die Nürnberger antworteten jedoch nur 24 Sekunden später. Nach einem Bullygewinn von John Mitchell erzielte Leonhard Pföderl das 1:1 (19.).

Im zweiten Drittel bestimmten die Nürnberger das Geschehen auf dem Eis. Die Pinguine konnten sich bei Dimitri Pätzold bedanken, dass einzig Patrick Reimer (33.) ins Krefelder Tor traf.

Erneut Pföderl legte neun Minuten vor Spielende für die Ice Tigers nach (52.). Zwar gelang Kevin Orendorz noch der Anschluss (56.), doch Yasin Ehliz sorgte drei Sekunden vor Spielende mit einem Schuss ins leere Tor für den Endstand (60.).

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