Bergische Marktführer (39): Gedore setzt auf Made in Germany

Bergische Marktführer (39): Gedore setzt auf Made in Germany

Der Werkzeughersteller legt allergrößten Wert auf deutsche Qualitätsarbeit.

Wuppertal. Remscheid gilt als die Werkzeugstadt schlechthin und der Remscheider Hersteller Gedore hat daran großen Anteil. Nicht zuletzt setzt sich der Firmenname aus den Elementen Gebrüder Dowidat Remscheid zusammen.

Was 1919 mit der Schmiede von Schraubenschlüsseln in Remscheid begann, ist heute zu einem international tätigen Unternehmen mit einem gewaltigen Produktspektrum von rund 18.000 Artikeln herangewachsen — Werkzeuge von Gedore gibt es für die Segmente Industrie, Automotive, Offshore, Chemie, Luft- und Raumfahrtindustrie, Forstwirtschaft und auch Regenerative Energien.

Selbst in einem speziellen Sport kommen Gedore-Werkzeuge zum Einsatz: beim Axtwerfen. Die Gedore-Marke Ochsenkopf sorgt hierbei für die professionellen Wurfäxte.

Mit Produktions- und Vertriebsniederlassungen in mehr als 70 Ländern ist Gedore zweifellos einer der weltweit führenden Werkzeughersteller. Das mittelständisch strukturierte Familienunternehmen bezeichnet sich dabei ganz speziell als „weltweit größter Verbund an Werkzeugherstellern von Qualitätsprodukten Made in Germany für den professionellen Anwender. Die Gedore-Gruppe versteht sich als Verbund von Werkzeugspezialisten mit eigenen Produktionsstätten. Die Werkzeuge kommen vor allem über den Fachhandel an die Kunden.

Bei Gedore weiß man, bei allen weltweiten Aktivitäten, genau, auf welchem Fundament man steht und bezeichnet sich als mit dem Bergischen Land verwurzelt. Karen Dowidat führt das Unternehmen als geschäftsführende Inhaberin in dritter Generation.

Habero, Rahsol, Dako oder Ochsenkopf zum Beispiel sind dabei bekannte Marken aus dem Bergischen, die unter Gedore vereinigt wurden. In den Remscheider Werken von Gedore werden aktuell rund 600 Mitarbeiter beschäftigt, weltweit sind es fast 3000. Für Auszubildende sei bei guten Leistungen ein erfolgreicher Weg vorgezeichnet, da gezielt für den Eigenbedarf ausgebildet wird.

Auch hier achte Gedore eben konsequent auf Qualität. Starke Innovationskraft und ein Anspruch an professionelle Premiumqualität seien im Übrigen ausschlaggebend dafür, dass auch heute noch die Hauptproduktionsstätte in Remscheid zu finden sei. Und das soll so bleiben: Die Unternehmensstrategie sehe von jeher vor, den Standort Deutschland als Hauptproduktionsstätte der Gedore Gruppe aufrecht zu erhalten.

Wie konsequent das Konzept „Qualität - Made in Germany“ verfolgt werde, zeige sich vor allem bei der Produktion. Wenn möglich, greift man sowohl auf deutsche Materiallieferanten als auch auf deutsche Produktionsmaschinen zurück. „Made in Germany ist bei Gedore mehr als nur ein Siegel, es wird vom ersten bis zum letzten Produktionsprozess gelebt“, heißt es in einer Firmendarstellung.

Dabei sieht sich Gedore durch aktuelle Preise in der Qualitätsstrategie bestätigt: Auf der Kölner Eisenwarenmesse 2012 wurde der Gedore Rohrdrehmomentschlüssel „Dremaster“ mit dem Innovationspreis „Eisen“ ausgezeichnet. Auch erhielt der Dremaster für seine Designqualität den begehrten „red dot award“ .

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