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Kampagne: IG Metall will Windenergie als Projekt

Kampagne: IG Metall will Windenergie als Projekt

Windenergie als Thema bei Wuppertal — macht was anders. WfW fehlt Ratsbeschluss.

Wuppertal. Der erste Vorschlag für das Stadtentwicklungskonzept „Wuppertal — macht was anders“ ist da. Die Stadt hatte dazu aufgerufen, Projekte zu benennen, die dann in das Gesamtkonzept einfließen und die Aufbruchstimmung nutzen können. Nun hat die IG Metall ihr Papier „Wuppertal macht Wind — mehr Bewegung in Wuppertal“ abgeschickt. Damit positioniert sich die Gewerkschaft ganz ihrer Strategie entsprechend als Mitgestalter in der Stadt und will an einer neuen Industriepolitik mitwirken.

Ausgehend davon, dass mit beispielsweise Draka, Schaeffler und Moventas bereits einige Unternehmen als Zulieferer in der Windkraftbranche tätig sind, bringt Torsten Lankau, 1. Bevollmächtigter der IG Metall, unter anderem folgende Begriffe ins Rennen: Innovative Technologien aus Wuppertal, Strategische Partnerschaft mit der Windindustrie, Windparkprojekt Wuppertal, Gründung eines Wuppertaler Zulieferernetzwerkes und schließlich Grüne und gute Arbeit in Wuppertal.

„Windkraft made in Wuppertal“ könne durch die Vernetzung der Produktbereiche so zu einem Alleinstellungsmerkmal werden. Und vor allem könnte in Wuppertal so auch neue Beschäftigung aufgebaut werden. Zudem passe das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Wuppertal Institut und der Bergischen Universität in die Forschungslandschaft. „Wir bringen uns jedenfalls da ein“, sagt Lankau für die IG Metall.

Unterdessen kritisiert die Wählergemeinschaft für Wuppertal nach der WZ-Berichterstattung über die Kosten von rund 200.000 Euro für das Projekt „Wuppertal — macht was anders“ die Verfahrensweise des Projekts. Das Geld kommt von Stadt, WSW und Stadtsparkasse.

„Solch eine Maßnahme müsste der Rat entscheiden. Ein Geschäft der laufenden Verwaltung ist es wohl nicht“, sagt der WfW-Fraktionsvorsitzende Heribert Stenzel.

Und die Töchter der Stadt (WSW und Stadtsparkasse) hätten ihre Aufgaben zu erledigen und ordentliche Gewinne zu erzielen. „Wenn sie die Stadt unterstützen, dann aber bitte mit Ratsbeschluss“, sagt Stenzel.