Uni-Orgel: Die Zeit der schiefen Töne ist vorüber

Uni-Orgel: Die Zeit der schiefen Töne ist vorüber

30 Jahre alte Orgel ist nun restauriert.

Grifflenberg. Wochenlang wurde sie restauriert, die 30 Jahre alten Pfeifenorgel der Bergischen Universität, Im Laufe der Jahre hatte sie nicht nur viel Staub gesammelt, auch das Holz zwischen den Tasten und unter den Ventilen verzog sich. Für etliche Jahre wurde die Orgel deshalb nur noch sehr selten gespielt. Da kam natürlich die Frage auf, ob man die Orgel verschrotten oder doch noch einmal Geld in sie investieren solle. Das Rektorat der Universität entschied sich für die zweite Option - jetzt sind die Tage der schiefen Töne gezählt, wovon sich Konzertbesucher am Mittwochabend erstmals nach der Restaurierung live überzeugen konnten.

Zusammen mit dem Wuppertaler Kammerorchester unter der Leitung von Johanna Watzke spielte Organist Franz Pembauer Stücke von Johann Baptist Vanhal, Beethoven, Mozart und vielen mehr. Die Zuhörer bekommen schon beim Erklingen der ersten Töne das Gefühl, als klinge die Orgel vergnügt darüber, nun den Musiksaal der Uni wieder mit klaren Klängen beschallen zu können.

Wie anders das vorher war, weiß Pembauer nur zu gut: "Vor wenigen Jahren spielten wir ein Konzert mit Stücken von Mendelssohn. Ich musste um einige Töne herumspielen, um die anderen Musiker nicht zu verwirren." Dank der Orgelbauer Christoph Böttcher und Thomas Kötschau ist diese Zeit vorbei. fb

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