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OB Schneidewind zeichnet verdiente Kommunalpolitiker in Wuppertal aus

Auszeichnung : OB Uwe Schneidewind zeichnet verdiente Kommunalpolitiker aus

Sechs langjährige Engagierte durften sich in der Historischen Stadthalle über eine Ehrennadel in Gold oder Silber freuen.

Ein würdiges Ambiente empfing zwei langjährige Wuppertaler Kommunalpolitiker, als sie am Montag für ihr Engagement mit der Ehrennadel der Stadt ausgezeichnet wurden. Im großen Saal der Historischen Stadthalle würdigte der neue Oberbürgermeister Uwe Schneidewind mehrere verdiente Mitglieder von Bezirksvertretungen und Stadtrat.

Der Anlass ergab sich aus der dritten Ratssitzung der aktuellen Legislaturperiode, die am Montag stattfand. In deren Vorhinein wurden die Ehrungen vorgenommen. Ursprünglich hätten sechs Jubilare vor Ort eine Nadel empfangen, zwei Drittel sahen sich aber gezwungen, abzusagen, womit nur Karl-Friedrich Kühme und Jörg-Alexander Dörr die Ehre persönlich zuteil wurde. Schneidewind verlieh, sowohl mit offizieller Amtskette als auch – wie ohnehin für alle anwesenden Pflicht – mit Mund-Nasen-Schutz bekleidet, vor den Augen des Stadtrates dieses Zeichen der Anerkennung.

Kühme wurde mit der Ehrennadel in Gold für 25 Jahre des politischen Engagements ausgezeichnet. Der 72-Jährige dient bereits seit 2014 in der Bezirksvertretung Elberfeld-West als Vorsitzender der CDU-Fraktion und wird dieses Amt auch in der kommenden, fünfjährigen Wahlperiode bekleiden. Zuvor hatte Kühme schon zwei Dekaden lang lokalpolitische Erfahrungen im Rat der Stadt gesammelt, dessen Mitglied er seit 1994 war. Prägend wirkte er dabei vor allem im Jugendhilfeausschuss mit; viele Jahre fungierte er hier als Vorsitzender.

Auch Jörg-Alexander Dörr bekam von Schneidewind die Ehrennadel der Stadt Wuppertal angesteckt. Der SPD-Politiker verdiente sie sich durch seine nunmehr 20-jährige Mitgliedschaft in der Bezirksvertretung Heckinghausen. Hier wirkte er unter anderem als Sprecher der sozialdemokratischen Fraktion. Dörr hat aktuell kein Mandat mehr inne.

Kommunalpolitik lebt vom ehrenamtlichen Engagement

Oberbürgermeister Schneidewind stellte in den verliehenen Urkunden heraus, die Kommunalpolitik lebe „von der ehrenamtlichen Arbeit der Bürgerinnen und Bürger“. In Abwesenheit zeichnete er vier weitere Mitglieder der Lokalpolitik aus, die aus verschiedenen Gründen – laut Stadt wohl auch wegen der Corona-Pandemie – nicht in die Stadthalle kommen konnten oder mochten.

An Manfred Mankel ging die Ehrennadel in Gold. Ein Vierteljahrhundert hat er in der Bezirksvertretung Barmen für die SPD über die Belange des Stadtteils mitentschieden, zeitweise auch als erster stellvertretender Bezirksvorsteher. Auch Mankel ist mittlerweile nicht mehr in der Wuppertaler Politik aktiv.

Mit Gerta Siller wurde die aktuell amtierende stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Elberfelds geehrt, die bereits zu Beginn des Jahrtausends die Grünen in der dortigen BV vertrat und sich somit die silberne Ehrennadel verdient hat. Hier zeichnete sie sich auch als Fraktionsvorsitzende ihrer Partei aus. Auf Stadtebene war Siller ebenfalls aktiv, etwa als Ratsmitglied und Gleichstellungsbeauftragte. Seit der letzten Wahlperiode gilt ihre Arbeit wieder ausschließlich dem Bezirk Elberfeld, wo sie unter anderem in der Planungskommission Döppersberg tätig war.

Auch Dorothea Glauner wurde vom Oberbürgermeister aus der Ferne beglückwünscht. Sie wird in den kommenden fünf Jahren als Bezirksvertreterin in Ronsdorf aktiv sein. Erst im vergangenen Jahr hatte das langjährige Ratsmitglied verkündet, sich künftig in der FDP engagieren zu wollen. Bis dahin hatte sie für die Ratsgruppe „Demokratisch Christliche Wuppertaler“ (DCW) im Rat gesessen, nun verstärkt sie für die Liberalen die Ronsdorfer BV. Der Stadtteil sei eine Herzensangelegenheit, erklärte Glauner im Zuge ihres Wechsels.

Mit Maria Schürmann wurde eine weitere, langjährige Ehrenamtlerin geehrt. Die 71-Jährige wirkte insgesamt 20 Jahre lang im Stadtrat und in der BV Uellendahl-Katernberg. Zudem fungierte die CDU-Politikerin lange als Bürgermeisterin der Stadt und somit als Vertreterin des Oberbürgermeisters.