Volleyball: Erstklassiger Plan der Titans

Volleyball: Erstklassiger Plan der Titans

Absteiger tauscht die Lizenz mit Leverkusen. DVL muss der Kooperation noch zustimmen.

Wuppertal. Samstagnachmittag, 17.10 Uhr, Bayer-Halle. Die Titans verlieren ihr zweites Play-down-Spiel gegen den Moerser SC klar mit 0:3 (14:25, 21:25, 18:25) und steigen in die zweite Liga ab. Gut eine halbe Stunde später dann die Überraschung bei der Pressekonferenz. Die Volleyballer der Wuppertal Titans werden auch in der kommenden Spielzeit erstklassig bleiben. "Wir haben die Lizenz mit dem TSV Bayer 04 Leverkusen getauscht", erklärt Titans-Manager Thorsten Westhoff. Die Leverkusener stehen als Zweitligameister fest und haben bei der Deutschen Volleyball-Liga (DVL) die Erstligalizenz eingereicht (die WZ berichtete).

"Wir haben mit den Verantwortlichen von Leverkusen Gespräche aufgenommen, als sich abzeichnete, dass wir es sportlich nicht mehr schaffen würden, die erste Liga zu halten", sagt Westhoff. Ziel der Gespräche war eine Kooperation mit dem Aufstiegskandidaten. "Wir haben nichts erkauft, sondern ein sportliches Konzept beschlossen, um erstklassigen Herrenvolleyball im Bergischen Land zu erhalten."

Was jetzt noch fehlt, ist die Zustimmung der Deutschen Volleyball-Liga. Mit einer Entscheidung, die laut Westhoff nur eine Formsache ist, ist aber nicht vor Mitte Mai zu rechnen. Wie sollen aber die Details der Kooperation aussehen? Gespielt wird weiterhin in der Bayer-Halle. Der Vereinsname muss geändert werden. Westhoff hofft aber, dass der Name "Titans" erhalten bleiben kann. Von Leverkusen werden vier Spieler nach Wuppertal wechseln. Dazu gehören Alexander Walkenhorst, aktueller U23-Beach-Europameister, Daniel Wernitz und Henrik Wessel. Im Gegenzug müssen vier Titans-Spieler, darunter wohl Casper Munk, an den Rhein wechseln. Dagegen ist schon sicher, dass Peter Lyck und Julian Stuhlmann in Wuppertal bleiben werden. Heißer Kandidat auf den Trainerstuhl ist der bisherige Spielertrainer Gergely Chowanski. Leverkusens Trainer Helmut Weissenbach ist nach eigener Aussage keine Option.

Weissenbach hob die Vorzüge der Kooperation hervor: "Wir können jetzt gemeinsam Spieler für die erste Liga ausbilden. Das Konzept passt in unsere Ausrichtung von Beach- und Hallenvolleyball auf höchstem Niveau." Dass die Leverkusener, die innerhalb von zwei Jahren Meister der Regionalliga und nun Meister der 2. Liga wurden, selbst einmal in die erste Liga aufsteigen wollen, ist unwahrscheinlich. Es fehlen die finanziellen Mittel. Der künftige Etat in Wuppertal wird mit 330000 Euro ähnlich dem in der noch laufenden Saison sein.

Mehr von Westdeutsche Zeitung