Streit um Spielabsage: Kray macht Gegenvorschläge

Streit um Spielabsage: Kray macht Gegenvorschläge

Wuppertal. Die Absage des Oberligaspiels FC Kray gegen den WSV (ursprünglich für den 2. Februar geplant) sorgt weiter für Wirbel.

Der WSV hatte, wie berichtet, Einspruch beim Verband eingelegt, witterte ein taktisches Manöver der Essener und beantragte beim Fußball-Verband Niederrhein (FVN), die Partie zugunsten des WSV zu werten. Der FC Kray ist sich keiner Schuld bewusst, verweist auf die Polizei, die für die Absage aus Sicherheitsgründen verantwortlich sei.

Der Verein hat nun dem Verband seinerseits zwei Alternativen vorgeschlagen, damit das Spiel über die Bühne gehen kann. Entweder das Spiel fände ohne Gäste-Fans in der Kray-Arena statt oder am 5. oder 12. März im Essener Stadion am Uhlenkrug, sagte Kray-Vorsitzender Günteher Oberholz gegenüber der „WAZ“. „Sind diese Lösungsmöglichkeiten nicht in die Tat umzusetzen, wollen wir die drei Punkte am Grünen Tisch“, wird Oberholz zitiert. Natürlich eine Retourkutsche der Krayer gegenüber dem WSV, die sich über dessen Verhalten in der Angelegenheit ärgern.

Der FVN wird sich am kommenden Montag bei einer Sitzung in Duisburg mit den Einsprüchen beschäftigen. Es liegen die Unterlagen von beiden Vereinen und der Polizei beziehungsweise ZIS (Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze) vor. Nach den Chancen für einen erfolgreichen Einspruch des WSV befragt, sagte ein Mitglied des Fußball-Ausschusses am Dienstag auf WZ-Nachfrage: „Ich glaube nicht, dass der WSV die Punkte am Grünen Tisch bekommen wird. So ein Fall wäre für mich ganz neu. Über einen Punktabzug könnte ohnehin nur die Verbandsspruchkammer entscheiden — und die wird sich wohl an die Vorgaben der Polizei, weil die die Begegnung abgesagt hat.“

tb

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