Religion: Halloween ohne Kürbisse und Radau

Religion : Halloween ohne Kürbisse und Radau

Besinnliche Feier am 31. Oktober auf dem Friedhof hinter der Klosterkirche Beyenburg.

Nicht jeder kann sich mit dem Trend Halloween, seinen gruseligen Horrormasken, ausgehöhlten Fratzen-Kürbissen und lautem Schabernack in der Nacht vor Allerheiligen anfreunden. Dabei handelt es sich dabei durchaus um ein ursprünglich christliches Fest, das von irischen Einwanderern in die USA importiert und von dort nach dem Zweiten Weltkrieg ausgiebig kommerzialisiert nach Europa exportiert wurde, wo es das am selben Tag von evangelischen Christen gefeierte Reformationsfest ein wenig in den Hintergrund gedrängt hat.

In Beyenburg auf dem Friedhof hinter der Klosterkirche wollen die Kirchengemeinden im Seelsorgebereich Barmen – Wupperbogen Ost zusammen mit allen Menschen, die sich angesprochen fühlen, Halloween „mal wieder richtig“, nämlich ohne Kürbisse, Kommerz, Radau und Horror, besinnlich feiern.

Dazu gehören ab 19.45 Uhr in stimmungsvoller Atmosphäre auf einem der schönsten Friedhöfe Wuppertals Kerzenschein, Instrumental- und Chormusik sowie eine kurze Andacht am Vorabend von Allerheiligen.

Anschließend wird zu einem gemütlichen Ausklang mit Speisen und Getränken in der Friedhofskapelle eingeladen. „Wir feiern Halloween auf diese Weise zum zweiten Mal und haben damit im Vorjahr einen Riesenerfolg erzielt“, sagt Gemeindepfarrer Martin Schlageter.

Falls das Wetter die Feier im Freien nicht zulässt, findet die Beyenburger Variante von Halloween im Inneren der Klosterkirche statt. Der Eintritt ist kostenfrei. „Anmeldungen sind ebenfalls nicht erforderlich“, so Kreuzherr Bruder Dirk. fwb