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Weihnachtsmarkt: Von Mittelalter bis Modeschmuck

Weihnachtsmarkt: Von Mittelalter bis Modeschmuck

Der Weihnachtsmarkt auf dem Neusser Münsterplatz ist seit Donnerstag geöffnet.

Neuss. Der Geruch von Bratwürstchen, Glühwein und Crêpes legt sich über den ganzen Münsterplatz. Rauch von mehreren Feuerstellen kommt hinzu. Der Neusser Weihnachtsmarkt ist wieder eröffnet.

Bis Heiligabend warten die Händler und Schausteller in 32 kleinen Holzhütten auf Kundschaft. „Wir haben den Weihnachtsmarkt erweitert und modernisiert“, sagt Veranstalter Josef Kremer. Erstmals in diesem Jahr mit dabei: ein kleiner Mittelaltermarkt neben St. Quirinus.

Bei Patrick Blumnau können Kinder unter Anleitung ein kleines Hufeisen schmieden. Mit einem Fußpedal treibt der Neusser in seiner mobilen Schmiede — mittelalterlich verkleidet mit Holzschuhen, Ledergamaschen und Leinenkleidung — ein Gebläse an, dass das Eisen in der Esse zum Glühen bringt.

„Wir führen die Besucher in eine vergangene und vergessene Zeit“, verspricht Blumnau. Während die Kinder Hufeisen schmieden, können die Eltern ein Glas Met, mittelalterlichen Honigwein, genießen oder bei Udo Janßen Mineralien kaufen.

Wem das mittelalterliche Angebot nicht zusagt, der kann sich den „Klassikern“ der Weihnachtsmärkte widmen. Egal ob Baumkuchen, Glühwein oder Maronen, verhungern muss kein Besucher des Münsterplatzes. Neben Weihnachtsdekoration und Winterbekleidung wird auch Modeschmuck angeboten.

„An diesem historischen Ort treffen sich nicht nur die Neusser, sondern auch viele Gäste“, sagt Kremer.

Der stellvertretende Bürgermeister Thomas Nickel rät den Besuchern bei der Eröffnung am Donnerstag ab vom Besuch der Düsseldorfer Weihnachtsmärkte: „Bringt eure Freunde hierhin mit und stimmt euch auf das Weihnachtsfest ein.“

Den Besuchern gefällt das Konzept von Josef Kremer: „Es ist ganz nett hier, ich komme jedes Jahr. Die Musik, Essen, Trinken, ich mag die Gemütlichkeit“, sagt Linne von Berg, die eine Currywurst isst. Einen Makel hat der Weihnachtsmarkt noch für sie: „Ich finde, es ist noch nicht kalt genug.“