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Neue Parkplätze verkleinern Kirmesplatz

Neue Parkplätze verkleinern Kirmesplatz

Die Koalition prüft eine Erweiterung des Parkplatzes am Reuschenberger Supermarkt.

Reuschenberg. Es ist der Fluch des Erfolges: Der Supermarkt und die anderen Läden und Praxen unter seinem Dach werden so gut angenommen, dass ein Jahr nach der Eröffnung Verkehrs- und Parkplatzprobleme nicht mehr zu übersehen sind. Die Koalition von CDU und Grünen beantragt deshalb, eine Vergrößerung des Parkplatzes prüfen zu lassen und verbindet das mit einer generellen Neuordnung des Kirmesplatzes.

Die Kernfrage aus Sicht der CDU-Stadtverordneten Jörg Geerlings und Angelika Quiring-Perl lautet dabei: „Wie kann man Parkraum schaffen, ohne die Funktionalität des Platzes einzuschränken?“

Denn die Schützen und auch der Heimatverein Gartenvorstadt Reuschenberg, beide im Prinzip gesprächsbereit, halten selbstbewusst dagegen. „Der Erhalt von Bolzplatz und Basketballfeld ist uns außerordentlich wichtig“, betont bei einem Ortstermin Marlene Conrads, Vorsitzende des Heimatvereins. Schützenpräsident Hardi Nottinger weiß, dass nach den langen Debatten vor dem Supermarkt-Bau niemand mehr von einer Aufgabe des Platzes als Veranstaltungsort für die Kirmes reden wird. Er hat aber klare Wünsche, was die Platzgestaltung angeht. Denn Buden und Karussells können derzeit nur eingeschränkt platziert werden. Ein Rundgang sei so zu seinem Ärger nicht möglich.

Dass der Parkplatz am Supermarkt zu klein ist, merken auch viele Anwohner. Denn die 70 Beschäftigten, die in dem Neubau arbeiten, stellen nach Beobachtung von Daniel Schillings ihre Autos ringsum in den Wohnstraßen ab. Der Parkplatz sei regelkonform geplant worden, brachte Quiring-Perl im Rathaus in Erfahrung - allerdings wohl nur auf die Erfordernisse des Supermarktes ausgerichtet. Sie nickt deshalb, als Nottinger erklärt: „Ein bis zwei Parkreihen mehr wären gut.“ Und: Man käme damit in Reichweite einer Trafostation, wo Tanksäulen für Elektroautos installiert werden könnten.

Die Erweiterung der Parkstreifen dürfte nicht dazu führen, stellt Conrads klar, dass auf dem Bolzplatz nicht mehr gekickt werden kann. Sie fordert zudem, dass der Pflegezustand des Platzes verbessert und am Bolzplatz Bänke und ein Papierkorb aufgestellt werden.

Den Platz für einen Wochenmarkt nutzbar zu machen, hält in Reuschenberg niemand mehr für notwendig. Diese Frage hätte sich durch den Supermarkt erledigt, sagt Quiring-Perl. Weitere „Opfer“ hat der Markt nicht gefordert — auch wenn Kritiker mit ihm das Ende des Ladenzentrums an der Bergheimer Straße verbunden haben. Die Zusage der Stadt, einen Teil des Verkaufserlöses aus dem Supermarktgrundstück in das Ladenzentrum zu investieren, sei bis heute nicht eingelöst worden.

Die Beleuchtung soll zwar jetzt modernisiert werden, bestätigte Quiring-Perl, doch das will Conrads nicht gelten lassen. Denn das betreffe nur die vierspurige Straße, während die Gehwege weiter dunkel blieben.