Gute Resonanz für ersten Schützentrödel der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft

Veranstaltung in Kaarst : Erster Schützentrödel trifft auf große Resonanz

Beim Markt der St.-Sebastianus-Schützen waren einige Schnäppchen im Angebot.

Die Kaarster St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft hat hren ersten Schützentrödelmarkt veranstaltet. Und der Erfolg gab den Schützen Recht. Es gibt zwar noch jede Menge Spielraum für Optimierungen, aber die Idee kam an.

Drei weiße Oberhemden für zusammen 15 Euro, eine komplette Grenadieruniform für 60 statt für 400 Euro, ungetragene schwarze Schuhe für 30 Euro: Das alles waren Schnäppchen, die schnell ihre Käufer finden sollten.

Johannes Hügen hatte seine 500 Quadratmeter große Halle zur Verfügung gestellt, in der sich Interessenten und Anbieter schon ein bisschen verloren vorkamen – ein Zehntel der Größe hätte ausgereicht. Dafür mangelte es an Umkleidekabinen, schließlich waren auch lange Festkleider im Angebot.

Präsident Claus Schiffer
lobte die Idee ausdrücklich

Der neue Kassierer Guido Otterbein und Detlef Schmitz von den Scheibenschützen waren auf die Idee gekommen, dieses Forum anzubieten. Um 11 Uhr wurde der Trödelmarkt eröffnet und innerhalb der ersten Stunden kamen die meisten Besucher. Der Termin, am letzten Spieltag der Bundesliga, erwies sich als nicht optimal.

Längst nicht alle Besucher kamen aus Kaarst: Manfred Wankum war aus Weckhoven gekommen. Er fand schnell einen schwarzen Hut und eine grüne Jacke: „Ich kenne zwei, drei junge Schützen, denen die Jacke passen könnte“, erklärte er, der Potenzial für solche Märkte sieht: „Fast jeder Schütze hat etwas im Schrank, was er nicht mehr braucht.“

Sven Theißen war mit seinen Söhnen Steen (13) und Finn (16) in die Hügen-Halle gekommen – die Jungen wurden nur zum Teil fündig. Hans-Peter Schlütter hatte einen gebrauchten Zylinder schnell für 120 Euro verkauft. „Mir passen noch alle Sachen vom Vorjahr“, sagte Präsident Claus Schiffer, der die Idee ausdrücklich lobte.

Michael Schmitz aus Neuss wollte zwei Uniformjacken quitt werden. Der nächste Schützentrödel soll noch besser auch in den angrenzenden Gemeinden beworben werden. Nicht ganz ernst gemeint: Der Vorschlag, die lange Arbeitsbühne beim nächsten Mal als Laufsteg zu nutzen.

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