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Maimarkt bietet kulinarische Genüsse aus aller Herren Länder

Maimarkt bietet kulinarische Genüsse aus aller Herren Länder

Hunderte Besucher verknüpfen die Wahl mit einem Besuch des Festes.

Osterath. „Ich habe es eilig, ich muss doch gleich den Maimarkt eröffnen“, sagt Burkhard Brings in der zum Wahllokal umfunktionierten Kita Mühlenfeld. Der beliebte Moderator des Festes im Osterather Ortskern schafft es gerade noch rechtzeitig. Und auch das Wetter ist den Veranstaltern des Werbe- und Interessenrings am Sonntag mehr als hold, so dass hunderte Meerbuscher den Gang zu den Wahlurnen mit einem Besuch des Maimarkts verbinden.

Auf der Meerbuscher Straße knubbelt es sich.
Auf der Meerbuscher Straße knubbelt es sich. Foto: Marc Ingel

Am Bommershöfer Weg, wo im Schatten der Arkaden Malermeister Seerden sein Handwerk oder Bauer Frenken seinen Spargel anpreisen, hält sich der Andrang noch in Grenzen. Ohnehin ist von dem einstigen Handwerker- und Bauernmarkt nicht mehr viel übrig. Seitdem die Agentur Rheinlust die Organisation übernommen hat, liegt der Fokus eher auf Lifestyle, Fitness oder Beauty — und vor allem auf kulinarischen Genüsse. Ausnahme: Meister Klaus Reef drechselt an seinem Stand, was das Zeug hält und erntet für seinen stoischen Fleiß Blicke zwischen Anerkennung und Verwunderung.

An der Hochstraße fängt es dann an, sich zu knubbeln. Die Verkäufer von schwäbischen Maultaschen, Knoblauchbrot mit Lachsstreifen, katalanischer Salami oder Ziegenkäse mit Bockshornklee wollen die Kunden verführen. Schlangen gibt es aber doch nur vor Würstchen- und Reibekuchenstand. Auf der Bühne stellen die Schüler der Musikschule Music Art ihr Können unter Beweis.

Die Bierbänke auf dem Kirchplatz sind bis auf den letzten Platz gefüllt. Mit einer schönen Idee überrascht Blumen Hoppe: Angelika Hecker und ihre drei jungen Mitstreiterinnen Vera, Britta und Gesa flechten Blumenkränze fürs Haar und verteilen sie an Kinder.

Dichtes Geschiebe gibt es auch auf der Meerbuscher Straße, wo die Vielfalt regiert: Flammkuchen und Gambas werden neben Schmuck, Seifen, Hüten und Marmeladen-Zaubereien unters Volk gebracht. Die Dufthölzer eines Händlers sollen angeblich ein Jahr lang halten.

Leidtun kann einem an diesem Tag der Lachskönig, der am offenen Feuer bei den sommerlichen Temperaturen mächtig ins Schwitzen kommt.