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Grevenbroich: Citylauf vor Anmelderekord

Veranstaltung in Grevenbroich : Citylauf vor neuer Bestmarke

Zum diesjährigen Termin am 28. Juni scheint der Lauf in Grevenbroich alle Rekorde zu brechen.

Das Kernteam um Willy Helfenstein und Bernd Juckel hat jetzt ordentlich zu tun: Zwar sind es noch gut fünf Wochen bis zum ersten Startschuss. Aber die fünfte Auflage des beliebten Events scheint, wieder alle Bestmarken zu sprengen: Als zweitgrößtes Laufereignis im Rhein-Kreis kratzt der Stadtlauf an der eigenen Anmelderekordzahl des Vorjahres.

„Natürlich hängt das auch vom Wetter ab“, bremst Helfenstein zu hohe Erwartungen aus. Etwas zu prognostizieren sei auch deshalb kniffelig, weil sich viele der Vereinsathlethen „erfahrungsgemäß auf den letzten Drücker“ anmelden. Mit Blick auf das Teilnehmerfeld ist der Chef-Organisator zufrieden: „Wir haben ähnlich gute Zahlen wie 2018.“ Jüngste Teilnehmer sind beim Bambinilauf dem Jahrgang nach zu schätzen noch in Windeln unterwegs „oder auf den Schultern der Großeltern“, wie Helfenstein über seine eigene Rolle als Großvater mit seinem knapp zweijährigen Enkel berichtet.

„Von den Grundschulen trudeln auch klassenweise Anmeldungen ein.“ Vorjahressieger wie Nikki Johnstom haben ihre Zusage gemacht, nur bei den jungen Erwachsenen sieht es bislang schlecht aus. „Die kommen erfahrungsgemäß immer etwas später aus den Startlöchern.“ Außer am Termin und dem noch umfassenderen Sicherheitskonzept hat sich am Drumherum des Erfolgslaufs nichts verändert.

„Die meisten Teilnehmer sind Hobbyläufer, mit dem Termin soll der Breitensport gefördert werden,“ betont der Organisator. Wichtiger Aspekt in der Vorbereitung ist dabei der Lauftreff. „Offen für jedermann, wir starten immer dienstags um 19 Uhr an der Erftbrücke am Schlossstadion.“ Je nach Wetterlage sind es 35 bis 50 Sportler, die zueinander finden, um gemeinsam zu traben. „Jedes Mal sind zwei, drei neue Gesichter dabei“, eigene Trupps hätten sich ebenfalls gebildet, die zu anderen Zeitpunkten weiter trainieren.

Das dient nicht nur der Kommunikation, das bietet so manchem auch „einen Motivationsschub. Es ist eben was anderes, mit anderen zu trainieren, als alleine seine angestammte Hausrunde zu drehen“, weiß Helfenstein – selbst Läufer und bei der SG Neukirchen aktiv. Beliebt sind seine Routen durchs Gelände, zuweilen geht es Treppen hinauf und hinab, „wichtig ist die Abwechslung“. Nicht nur optisch, was die jeweilige Strecke angeht,, sondern auch beim Laufen. Liegt also mal ein Baumstamm im Weg, ist das gut: „Da wird gesprungen und es werden andere Muskeln bewegt“. Intervallläufe integriert er ebenfalls ins Übungsprogramm, und die Ausdauer kommt ebenso wenig zu kurz.

„Neulinge sind immer willkommen“, er selbst habe vor langen Jahren mal durch einen Freund in den Wettbewerb gefunden. „Der hatte sich in Frankfurt zu einem Marathon angemeldet und überredete mich auch mitzumachen.“ Die Lust an der Bewegung ist geblieben, und die Leidenschaft, andere zu motivieren, ohne zu missionieren ebenso. „Beim Citylauf haben wir die verschiedensten Distanzen“, wirbt Helfenstein für die Strecken von 700 Metern bis hin zu
zehn Kilometern.