Das Bis lockt schon mit Sommer

Das Bis lockt schon mit Sommer

Im April startet das neue Programm mit Klezmer, Krimis und Gartenblicken.

Mönchengladbach. Ganz im Zeichen der Kooperation steht das Zentrum für offene Kulturarbeit an der Bismarckstraße in den nächsten drei Monaten. Das Sommerprogramm des Bis steht. Und gleich dreimal begleiten die Verantwortlichen als Gastgeber Veranstaltungsreihen mit Musik und Literatur.

Den Auftakt des mehrwöchigen Zusammenwirkens bildet das 8. Klezmerfest, das im Rahmen der Jüdischen Kulturtage NRW läuft. In Konzerten und Workshops können Besucher die Bandbreite jüdischer Kultur erleben.

Ob es die Berliner Band Fayvish am 8. April mit ihrem modernen Mix aus jiddischer Lyrik und traditioneller Musik ist oder die am 17. April von Roswitha Dasch vorgetragene Hommage an den Schriftsteller Abraham Sutzkever — die Klezmertage bieten eine reizvolle Begegnung mit dieser Subkultur.

Im Anschluss an das Klezmerfest beteiligt sich das Bis-Zentrum gleich mit drei Veranstaltungen am diesjährigen „Criminale“-Festival. Namhafte Autoren laden dort Krimifans vom 6. bis zum 8. Mai ein, um in der Nacht, zum Frühstück oder beim Kaffeeklatsch spannende Literatur zu präsentieren.

Nicht weniger spannend dürfte die „kulturelle Annäherung an das Thema Frauen und Fußball“ im Juni werden. So hat man sich seitens der Veranstalter unter dem programmatischen Titel „Besonderes“ dazu entschieden, am 18. Juni den Garten des Kulturzentrums als Austragungsort eines Fußballspiels zu nehmen. Parallel zur Aktion „Offene Gartenpforte“ treten diverse Künstler an, um ihr Können am Ball gegen sportive Gäste aus dem Publikum zu zeigen. Dazu habe man, so Susanne Berns vom Bis, auch das Filmangebot im WM-Monat Juni abgestimmt.

Ansonsten boomt zum Beispiel der Tango im Bis: Es werden fünf zusätzliche Tango-Workshops ins Programm aufgenommen.

Bei all den Mühen der Vorbereitungen gab es auch einen finanziellen Lichtblick für das Bis-Team: 3000 Euro gab es von der Gladbacher Stadtsparkasse aus PS-Zweckertragsmitteln. „Das Geld können wir mehr als gut gebrauchen“, sagt Herbert Krumbein, Vorstandsvorsitzender des Kulturzentrums. Verwendet werden soll der Betrag vor allem für technische Geräte und für die Tonanlage im Saal.

Zur bisher ungeklärten Zukunft von Haus 97 sagte Herbert Krumbein: „Das Bauordnungsamt hat gute Arbeit geleistet, die Gespräche laufen weiter.“ Konkretes gibt es noch nicht. In der Nummer 97 gibt es Probleme mit dem Brandschutz und der Statik — deshalb ist das Treppenhaus aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1896 und wurde der Stadt 1926 von Verleger Oskar Kühlen vermacht. 1947 wurde in den Räumen des „Hauses der Heimat“ ein Museum eingerichtet. Bis 1978 diente das Haus als Vorläufer des heutigen Museums Abteiberg, das 1982 eröffnet wurde.