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Nettetal: Millionen für den Klimaschutz

Nettetal: Millionen für den Klimaschutz

Durch besser isolierte Wände und Fenster in 21städtischen Gebäuden wurde der Ausstoß an Kohlendioxid in Nettetal reduziert.

Nettetal. Vor vier Monaten wurde auf Initiative der Grünen der Arbeitskreis Klimaschutz der Stadt Nettetal gegründet. Gestern hat die Verwaltung den ersten Bericht über bisherige und geplante Aktivitäten vorgelegt.

"Zunächst mussten wir erfassen, welche Energiesparmaßnahmen in Nettetal seit 1995 erfolgt sind", sagte die Technische Beigeordnete Susanne Fritzsche.

Demnach sind in den vergangenen 14 Jahren 16000 Quadratmeter Wandfläche wärmedämmend isoliert und 4000 Quadratmeter Fensterfläche durch Wärmeschutzverglasung ersetzt worden. "Über zwei Millionen Euro hat die Stadt dafür ausgegeben", sagt Dieter Zapf, Leiter des Fachbereichs Stadtplanung.

Dank der Maßnahmen an insgesamt 21Gebäuden wie Turnhallen, Schulen, Kindergärten, Feuerwehrgerätehäusern und der Bücherei wird weniger klimaschädliches Kohlendioxid ausgestoßen. Und zwar so viel, wie beim Heizen von 27 Doppelhäuser pro Jahr anfallen würde.

Zudem spart die Stadt: Per anno sind rund 100000 Euro weniger für Energiekosten fällig. "Uns ist es dabei in erster Linie um das Einsparen von Energie und die Verringerung des CO2-Ausstoßes gegangen", sagt Fritzsche. "Ich rechne damit, dass wir in sieben Jahren die Investitionskosten wieder raus haben und die Stadt dann langfristig Geld einspart."

Als nächstes soll die Beleuchtung am Werner-Jaeger-Gymnasium und an der Realschule Kaldenkirchen durch moderne Systeme ersetzt werden. Dies kostet 400000Euro, vom Land werden 100000 Euro Zuschuss erhofft.

Für künftige Investitionen in Sachen Umweltschutz durch Energieeinsparung hat der Arbeitskreis eine Art Katalog erstellt. So soll es mittelfristig moderne Schließanlagen in den öffentlichen Gebäuden geben.

Sie sollen nachts automatisch alle Energieverbraucher zentral abschalten, die nicht gebraucht werden. "Bereits kurzfristig wollen wir die Warmwasserversorgung in städtischen Gebäuden so umprogrammieren, dass sie nachts ganz abgeschaltet ist", sagt die Technische Beigeordnete.

Schwerpunkt bei den Umbaumaßnahmen zur Wärme-Isolierung sei jetzt die Gesamtschule in Breyell mit der Turnhalle, Betonbauten aus den 1970er-Jahren. "In der Turnhalle bauen wir gerade unter der Decke hängende Heizungen ein. Da die Wärme direkt nach unten abstrahlt, können wir auf sonst nötige Ventilatoren verzichten", sagt Fritzsche.