Kempen : Mit einem Quiz durch Europa

Für die fünften Klassen des Thomaeums gab es ein Quiz rund um die EU, den Euro und Co.

Kempen. Wer kennt sich in Europa am besten aus? Das war am Montag in der Aula des Thomaeums die Frage. Denn die Schüler der fünften Klassen des Gymnasiums hatten sich zwei Stunden lang an verschiedenen Stationen zu europäischen Themen, wie europäische Union, Flaggen, Währung oder Sehenswürdigkeiten, informiert. Und nun traten die Klassen im Quiz gegeneinander an.

In der ersten Runde erwies sich die große Mehrheit der Schüler als sehr versiert. Zwölf Fragen galt es zu beantworten — und die meisten waren kein Problem. In Stockholm gibt es ein Museum, das benannt ist nach. . .? Da sieht man nur grüne Zettelchen — Antwort C, Kriegsschiff, ist richtig. Auf der Münze welchen Landes ist eine Königin abgebildet? Alles zeigt Gelb für Antwort B: Niederlande. Welche Hauptstadt und deren Land gehören nicht zur EU? A: Dublin, B: Kopenhagen, C: Bern oder D: Bratislava? Da wird es schwierig. Man sieht ganz viel Blau — für D. Aber Bern, die Hauptstadt der Schweiz, ist die richtige Antwort.

Nach der ersten Runde bestand Gleichstand zwischen der 5c und der 5d. Marcel (11) und Henry (10) müssen für ihre Klassen ins Stechen — und auch die beiden zeigen sich als Europakenner. Dass Kroatien als bisher letztes Land der EU beigetreten ist, wissen sie genauso sicher, wie dass Bratislava die Hauptstadt der Slowakei ist. Am Ende ist Marcel etwas schneller, als es um die Frage geht, dass der Autor des Märchens „Die kleine Meerjungfrau“ Hans Christian Andersen heißt — die Meerjungfrauen-Figur ist Wahrzeichen der dänischen Hauptstadt Kopenhagens. Beiden Schülern hat dieser Europatag auf jeden Fall Spaß gemacht und viel gelernt haben sie auch. Im Mai gibt es immer einen dieser Thementage. „Die achten Klassen haben das Projekt für die fünften Klassen vorbereitet“, so Elisabeth Zanders. Die Koordinatorin für die Europaschule war gleichzeitig auch Quizmasterin und wurde von Abinas (17) und Simon (13) an der Technik unterstützt. Da es für die älteren Schüler verschiedene Angebote zum Thema Europa, zum Beispiel Sprachfahrten, bereits gibt, sollen so auch die jüngsten Gymnasiasten herangeführt werden.

Den Schülern seien heute die europäischen Institutionen fern, das gelebte Europa mit offenen Grenzen und einer gemeinsamen Währung aber natürlich sehr präsent. „Mir als Politiklehrerin ist es immer sehr wichtig, dass die Schüler verstehen, was uns Europa gebracht hat und ihnen klar wird, was wäre, wenn es dies nicht mehr gebe“, sagt Elisabeth Zanders.

Auch für die älteren Schüler soll Europa erfahrbar werden. Um den Wert des Friedens in Europa besser verstehen zu können, besuchen die achten Klassen zum Beispiel demnächst den Soldatenfriedhof im niederländischen Ysselsteyn. Oberstufenschüler fahren nach Straßburg, besuchen dort das Europäische Parlament und treffen dort Parlamentarier.

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