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Briefwahl: Rekorde und letzte Chancen zur Stimmabgabe im Kreis Viersen

Bundestagswahl : Briefwahl: Rekorde und letzte Chancen zur Stimmabgabe

Bei der Bundestagswahl nutzen so viele Bürger die Briefwahl wie nie zuvor. Bis Sonntag können Stimmzettel an den Rathäusern eingeworfen werden.

Am Sonntag ist es soweit: Deutschland wählt einen neuen Bundestag. Eine Großteil der Bürger hat das Wählen allerdings schon erledigt, nämlich per Briefwahl. Das gilt auch für den Kreis Viersen. In Willich haben beispielsweise bis Dienstag fast 16 700 von 38 641 Wahlberechtigten per Briefwahl gewählt. Zum Vergleich: Bei der letzten Bundestagswahl 2017 waren es in Willich 9594.

Die Briefwähler sind selbst dafür zuständig sind, dass die Unterlagen bis Sonntag um 18 Uhr im Wahlamt im Schloss Neersen eingehen. Nur dann könne die Stimmabgabe für die Bundestagswahl berücksichtigt, die Stimme gezählt werden, so Willichs Wahlkoordinatorin Anja Lambertz-Müller.

Da es mit der Post mittlerweile sehr eng wird, gibt es natürlich auch die Möglichkeit, den ausgefüllten Wahlbrief bis Sonntag 18 Uhr direkt im Wahlamt abzugeben. Lambertz-Müller: „Uns erreichen immer mehr Anrufe von Bürgern, die der Meinung sind, die Stadt sei für die rechtzeitige Abwicklung zuständig. Das ist nicht so.“

Ähnlich sieht es in Tönisvorst aus: „Wer seine Briefwahlunterlagen noch nicht angefordert hat, kann diese ab sofort nur noch in der Briefwahlstelle an der Hochstraße 20a, Ratssaal, 1. Etage abholen“ teilt Stadtsprecherin Catharina Perchthaler mit. In der Briefwahlstelle bestehe zudem die Möglichkeit, seine Stimme per Briefwahl vor Ort abzugeben. „Dafür benötigt man seinen Personalausweis oder Pass – und bringt nach Möglichkeit auch die Wahlbenachrichtigung und einen eigenen Stift mit“, so Perchthaler. Mitzubringen sei zudem natürlich eine Maske – und etwas Zeit. Denn aufgrund der pandemiebedingten Hygiene- und Schutzmaßnahmen könne es zu langen Wartezeiten kommen.

Keine 3G-Regel in den
Wahllokalen am Sonntag

Wer seine Briefwahlunterlagen mit nach Hause nehmen und später seinen Stimmzettel einwerfen möchte, kann dies bis Sonntagabend an den Briefkästen bei allen fünf Verwaltungsstandorten tun. Ansonsten kann er aber eben auch an der Briefwahlstelle an der Hochstraße 20a abgeben werden. „Nur im Wahllokal dürfen die Briefwahlunterlagen nicht angenommen werden“, so die Stadtsprecherin. In Tönisvorst gibt es 22 952 Wahlberechtigte, 10 244 Briefwahlunterlagen wurden dort bislang ausgestellt. 2017 waren es noch  5594.

Und auch in Grefrath hat sich die Zahl der Briefwähler im Vergleich zum letzten Mal bereits fast verdoppelt: „Wir haben aktuell 4511 Briefwahlanträge von 11 886 Wahlberechtigten, so Gemeindesprecherin Ulrike Gerards. „2017 hatten wir 2352 Briefwähler. Aufgrund der hohen Anzahl wird ein weiterer, fünfter Briefwahlvorstand gebildet.“ Einwerfen kann man seine Briefwahlunterlagen noch im Grefrather Rathaus.

Für all jene, die doch den klaasischen Weg wählen und ihr Kreuzchen am Sonntag direkt in ihrem Wahllokal machen, gibt es eigentlich wenig Besonderes zu beachten. Die 3G-Regel gilt in den Wahllokalen nicht, dafür müssen die Wähler einen Mund-Nasen-Schutz tragen und natürlich Abstand halten. Um Gedränge und lange Wartezeiten zu vermeiden, bittet beispielsweise die Stadt Kempen darum, nach Möglichkeit am Sonntag nicht zu den bekannten „Stoßzeiten“ – etwa um 15 Uhr – wählen zu gehen, sondern die komplette Wahlzeit zwischen 8 und 18 Uhr zu nutzen. Doch auch in den Kempener Wahllokalen dürfte am Sonntag weniger los sein also üblich: 11 394 Bürger beantragten dort bisher Briefwahl, vor vier Jahren waren es noch 6062 von  27 267 Wahlberechtigten.

Die Wahlergebnisse für den Kreis Viersen gibt es am Sonntagabend online auf:

bit.ly/3hZkPKR