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Lintorfer Schüler planen eine Fabrik der Zukunft

Ratingen : Gymnasium und Firmen kooperieren

Das Ratinger Kopernikus-Gymnasium arbeitet beim Thema Berufsfindung verstärkt mit Unternehmen zusammen.

Viele Schülerinnen und Schüler haben noch gar keine Vorstellung, welchen Weg sie nach der Schule einschlagen sollen. Das landesweite Programm „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA), zu dem unter anderem Berufserkundungstage zum Kennenlernen verschiedener Berufsfelder gehören, soll sie dabei unterstützen. Im Kopernikus-Gymnasium (KGL) in Lintorf ist ein Baustein dieses Programms das Schüler- und Unternehmer-Forum, welches in Zusammenarbeit mit der Firma Tünkers und den Ratinger Rotariern schon seit mehreren Jahren erfolgreich durchgeführt wird. „Wir möchten einen breitgefächerten Einblick in unterschiedlichste Berufsfelder geben, auf die verschiedenen Perspektiven aufmerksam machen und unternehmerische Interessen wecken. Es ist schön, wenn dabei lokale Unternehmen entscheidende Impulse geben können“, erklärte Lehrerin Andrea Engler, die seitens des KGL für das Forum verantwortlich ist.

Einen Vormittag lang gaben Vertreter ortsansässiger Unternehmen in kurzen Vorträgen Einblicke in ihr Unternehmen, informierten über Berufe, die bei ihnen ausgeübt werden können, sprachen über Einstellungsvoraussetzungen und informierten über die Möglichkeiten des dualen Studiums.

Schüler konnten Fragen stellen und ein Projekt erarbeiten

Es gab unter anderem Informationen aus den Bereichen Rechts- und Unternehmensberatung, Bauen und Umwelt, Maschinenbau, Versicherung und Finanzdienstleistung. Die Schüler hatten die Möglichkeiten, während der jeweiligen Vorträge Fragen zu stellen oder auch in den Pausen direkt mit den Referenten in Kontakt zu treten. „Ich fand die Vorträge sehr informativ. Sie helfen uns bei der allgemeinen Orientierung“, sagte Gymnasiast Maurice. Nach der Pause konnten die Schüler selber unternehmerisch tätig werden und mussten ein Projekt entwickeln, das am Ende des Tages allen vorgestellt wurde. In diesem Jahr galt es, eine Montagehalle in einer „Fabrik der Zukunft“ zu konzipieren. In Kleingruppen wurde getüftelt und geplant.

So machten sie sich Gedanken über das Aussehen des Gebäudes und der Arbeitsplätze und diskutierten über ökologische Aspekte. „Bei dem praktischen Teil am Nachmittag hat mir gefallen, dass wir selber etwas entscheiden konnten und auch Verantwortung übernehmen mussten“, so Maurice. Die drei besten Konzepte wurden prämiert. Die Entscheidung, welche Teams die besten Ideen hatten, fiel den beiden Vertretern der Firma Tünkers, die an diesem Tag die Posten der Jury übernahmen, nicht leicht. Bei allen zehn Gruppen standen Umweltaspekte im Vordergrund. Nachhaltigkeit und Schonung der Umwelt war allen „Unternehmern“ wichtig sowie ein freundlicher, gut klimatisierter Arbeitsplatz mit Pausen- und Entspannungsräumen.