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Ratingen: Schüler findet 3000 Euro im Bus

Ratingen : Schüler entdeckt 3000 Euro im Bus

Der Elfjährige fand das Geld in einem abgelegten Buch. Nun wird der Besitzer gesucht.

Das ist eine tolle Geschichte, die allerdings schon ein paar Tage zurückliegt. Bereits am vergangenen Freitag hat ein elf Jahre alter Junge aus Ratingen in einem Linienbus am Busbahnhof Ost in einem Buch 3000 Euro Bargeld gefunden.

Nachdem erste Ermittlungen der Polizei nicht zum Auffinden des rechtmäßigen Eigentümers geführt haben, sucht man nun öffentlich nach dem Besitzer – und dankt gleichzeitig dem ehrlichen Finder.

Das war war am vergangenen Freitag passiert: Gegen 7.45 Uhr war der Elfjährige mit dem Linienbus auf dem Weg zur Schule, als er unter dem vor ihm befindlichen Sitz ein Buch fand. In dem Buch entdeckte der Schüler dann mehrere Geldscheine – insgesamt 3000 Euro. Der Junge nahm das Buch und das Geld an sich und vertraute sich in der Schule einer Lehrerin an, mit der er dann gemeinsam nach Schulschluss die Ratinger Wache aufsuchte, um die Fundsache abzugeben. Die Polizei asservierte das Buch und das Geld und leitete auch erste Ermittlungen nach dem rechtmäßigen Besitzer ein. Diese führten bislang jedoch noch nicht zum Erfolg, weshalb sich die Polizei nun an die Öffentlichkeit wendet.

Besitzer muss Angaben
zum Buch und Bus machen

Dazu stellt die Polizei die folgenden Fragen: Wer vermisst das Buch und das darin befindliche Geld und kann ohne jeden Zweifel belegen, der rechtmäßige Besitzer zu sein? Wer kann angeben, um welchen Buchtitel es sich handelt, in welcher Buslinie es gefunden wurde und in welcher Stückelung sich das Geld in dem Buch befand? Der Besitzer soll sich persönlich bei der Polizei in Ratingen melden oder die Wache unter der Rufnummer 02102/9816210
anrufen.

Auch für die Polizei war der kleine Finder ein wahrer Held: Sie bedankte sich herzlich bei dem jungen Schüler. Und was passiert, wenn man den rechtmäßigen Besitzer des Geldes nicht finden sollte? Nach sechs Monaten würde der Schüler das Geld in vollem Umfang erhalten, so ein Polizeisprecher.

Immer wieder sorgen solche Geschichten für Aufsehen: So hatte ein 51-jähriger Mann am Weihnachtsabend 16 000 Euro in einem Rucksack gefunden. Doch anstatt das Geld zu behalten, meldete der Krefelder den Fund sofort der Polizei. Der Rucksack habe kurz vor Mitternacht unter einem Baum an einer Straße in der Nähe der Krefelder Innenstadt gelegen, berichtete die Polizei. Als der Finder den Rucksack nach Hinweisen auf den Besitzer durchsucht habe, sei er auf das Geld und die Geschenke gestoßen. Der Mann rief die Polizei an. Die Beamten machten den 63 Jahre alten Besitzer schließlich ausfindig und brachten ihm den Rucksack.