NRW : Freie Fahrt auf der Mettmanner Straße

Das Problem hat sich gelöst: Die Mettmanner Straße wurde für Fußgänger und Radfahrer wurde freigeschnitten.  Es gibt viele zugewachsene Wege.

(kle) Es wuchert und wuchert, mit Auswirkungen auf Wege für Fußgänger und Radfahrer. „Seit Jahren klagen Fußgänger und Radfahrer über die Zustände mancher Fuß- und Radwege“, berichtete Joachim Dorner und nannte als Beispiel die Mettmanner Straße. Doch am vergangenen Wochenende vermeldete Dorner hocherfreut: Die Mettmanner Straße sei nunmehr freigeschnitten.

Die SPD-Fraktion hat kürzlich bemängelt, dass mit unterschiedlichen Straßenbaulastträgern die Pflege und Unterhaltung an Geh- und Radwegen sehr unterschiedlich ausfällt. „So ist es jedes Jahr aufs Neue ein Ärgernis“, urteilte Christian Wiglow, SPD-Fraktionsvorsitzender, „mit dem Durchstarten der Vegetation wachsen Radwege zu und sind de facto nur noch einspurig.“ Begegnungsverkehre seien kaum möglich und „zwingen einen Teil in Brennnesseln oder Brombeerranken“. Besonders schlecht ist aus Sicht der SPD die Situation an der Brachter Straße in Ost, an der Mettmanner Straße und der Düsseldorfer Straße auf dem Weg nach Düsseldorf. Dabei handele es sich um Landstraßen, der Landesbetrieb Straßen NRW sei zuständig.

Und der habe, so die SPD, seine eigenen Wartungsintervalle, die nicht immer mit den Problemlagen übereinstimmten. Aus diesem Grunde wurde die Verwaltung schon mehrfach gebeten, zusammen mit den zuständigen Straßenbaulastträgern eine Lösung zu finden – „bisher ohne durchschlagende Erfolge“, sagt Wiglow.

Der Landesbetrieb setzt nach eigenen Angaben auf die selektive Bestandspflege. Bei dieser Methode werden Sträucher, die im Randbereich zur Straße stehen, zurückgeschnitten, im hinteren Bereich werden einzelne Bäume entfernt, damit deren Nachbarn freier stehen. In den dabei entstehenden Zwischenräumen kann sich eine neue Pflanzengeneration entwickeln.

Straßen NRW gestaltet das so genannte Straßenbegleitgrün nach dem Stufenprinzip. Um Einzelbäumen bessere Entwicklungsmöglichkeiten zu geben und so deren Standsicherheit zu erhöhen, sind dichte Bestände so verjüngt worden, dass es einen mehrstufigen Aufbau vom Grasstreifen am Straßenrand über Büsche bis zu Bäumen im hinteren Böschungsbereich gibt.

Der Ratinger ADFC weist darauf hin, dass es auf anderen Radwegen in Ratingen nicht viel besser aussieht. Für Radfahrer sei es eine nervende Situation, sich jedes Jahr von Neuem beschweren zu müssen, damit Verwaltung und Straßen NRW tätig werden. Jedoch: Die personellen Kapazitäten sind begrenzt. Auch die Abteilung Stadtgrün der Kommunalen Dienste kann nicht überall sein.

Die zugewucherten Wege sorgen für Gefahren, weil sie die Sicht behindern und Fußgänger oder Radfahrer zu spät zu erkennen sind. Der ADFC hat bereits auf diese Problematik hingewiesen.