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Konzert mit Lesung in St. Peter und Paul in Ratingen

Unterstützung für Hochwasseropfer : Am Freitag Programm in Kirche St. Peter und Paul

Die drei Musiker Ansgar Wallenhorst, Orgel, Bernd Bolsinger, Klarinette und Saxofon, und Frank Düppenbecker, Trompete, ergänzen die Lesung mit Musik von berühmten Komponisten.

(Red) Ein besonderer Abend erwartet die Zuhörer am Freitag, 30. Juli, um 19 Uhr in der Kirche St. Peter und Paul. Amir Shaheen hat mit seinem Buch „Ich bin kein Ausländer, ich heiße nur so“ für Furore gesorgt. Aus der Sicht des Betroffenen erzählt er humorvoll, aber auch nachdenklich über sein Leben in Deutschland – als Deutscher mit ausländischen Wurzeln.

Die drei Musiker Ansgar Wallenhorst, Orgel, Bernd Bolsinger, Klarinette und Saxofon, und Frank Düppenbecker, Trompete, reflektieren und ergänzen die Lesung mit Musik von berühmten Komponisten, die die meiste Zeit ihres Lebens ebenfalls Ausländer waren. Der Argentinier Astor Piazzolla (1921-1992) hatte italienische Eltern, ein Stipendium in Paris und lebte viele Jahre in den USA. Über Igor Strawinsky (1882-1971) schreibt Christoph Rueger in seinem gleichnamigen Buch: „Ein Leben lang zuinnerst Russe geblieben, lebt er doch seit Sommer 1914 mit drei Pässen in vier Ländern und kehrt erst 1962 zu einem einzigen Besuch in seine Heimat zurück“. Zu hören ist auch Musik von Antonio Vivaldi (1678-1741), Johann Sebastian Bach (1685-1750) und dem Briten Edward Elgar (1857-1934). Sie skizziert durch die Musikgeschichte hindurch bis zu heutigen Werken, wie ausländische Einflüsse die internationale Kultur bereichern und zur Verständigung beitragen. Hinzu gesellen sich Klänge aus Gospel und Klezmer und eine freie Improvisation zu den Stimmungen der Texte.

Das Programm wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW und vereinigt die Gattungen Literatur und Musik. Zu hören ist ein Zusammenspiel aus Shaheens Texten und Musik aus verschiedenen Ländern und Epochen. Der Eintritt ist frei. Am Ende der Veranstaltung wird jedoch für die Flutopfer gesammelt.

Eine zweite Veranstaltung wird es dann in Altena geben. Das Projekt in Altena dient der Begünstigung von Betroffenen vor Ort, das in Ratingen fließt in den Fond „Deutschland hilft“.