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Langenfeld: Anwohner beklagen schlechte Busverbindung

Langenfeld : Fehlende Busverbindungen in Langenfeld sorgen für Kritik

In den Ferien fährt die Buslinie 232 von Gieslenberg nicht. Ältere Langenfelderin fühlt sich „von der Welt abgeschnitten“.

Ursula Hessenbruch (71) ist mobil und fährt noch oft mit dem Fahrrad nach Reusrath oder zur S-Bahn. Doch mit zunehmendem Alter könnte sich das ändern. „Wenn ich auf den Bus angewiesen bin, wie einige meiner Nachbarn in Gieslenberg-Mehlbruch, wird es schwierig“, glaubt sie. „Die Verbindung ist schlecht.“

Die Buslinie 232 stoppe beispielsweise an der Haltestelle Gieslenberg-Kirche in Richtung Opladen nur morgens und mittags, wenn Schüler unterwegs seien. Das sei viel zu früh, wolle man nach Reusrath zu den Ärzten gelangen oder in die Stadt fahren. In den Ferien komme gar kein Bus. Hessenbruch wünscht sich, dass der Bus jede Stunde fährt. „Man fühlt sich von der Welt abgeschnitten“, sagt sie. Früher sei es ihrer Meinung nach besser gewesen.

Sammeltaxis können auf Wunsch der Fahrgäste geordert werden

Die Wupsi, also der in Leverkusen ansässige Verkehrsbetrieb, der für die Buslinie zuständig ist, bietet auf dem Fahrplan an, dass man auf Wunsch ein Sammeltaxi ordern könne. Das muss aber mindestens 30 Minuten vor der planmäßigen Abfahrt bestellt werden. „Leider funktioniert das nicht“, sagt die 71-Jährige. Ein Ruftaxi, das die Stadt Langenfeld für Fahrten in die Innenstadt anbietet, sei für anstehende Arztbesuche in Reusrath keine Hilfe. „Ich hätte gerne, dass das Ruftaxi auch in die andere Richtung fährt“, so Hessenbruch. 

Thomas Wulf, bei Wupsi zuständig für Marketing und Presse, sagt, dass die Linie 235 vor mehreren Jahren eingestellt worden sei, weil die Nachfrage damals so gering gewesen war. „Als Alternative wurde das Anrufsammeltaxi eingerichtet, um trotz weniger Fahrgäste eine ÖPNV-Anbindung sicherzustellen.“ Wulf rät, Ursula Hessenbruch solle sich an das städtische Mobilitätsmanagement in Langenfeld wenden, um dort um die Anpassung der Busanbindung zu bitten. Die Planungshoheit für den öffentlichen Nahverkehr liege bei der Stadt Langenfeld. Die Wupsi sei in diesem Fall der Auftragnehmer für die bestellten Leistungen und habe keine Möglichkeit, diese eigenständig zu verändern. Würden zusätzliche Leistungen in Auftrag gegeben, würde die Wupsi diese auch übernehmen.