Hilden: 5,8 Millionen Euro für Schulen

Hilden: 5,8 Millionen Euro für Schulen

Das Unterhaltungsprogramm für die städtischen Schul- und Sportgebäude muss überarbeitet werden.

Hilden. Um viel Geld geht es heute im Ausschuss für Wirtschafts- und Wohnungsbauförderung: 5,884 Millionen Euro will die Stadt bis zum Jahr 2011 in ihre Schulgebäude und Sportstätten investieren.

Dies besagt das Schul- und Sportgebäudeunterhaltungsprogramm, das vor zwei Jahren aufgestellt wurde. "Das ist aber kein fester Plan, sondern eine Zielvorgabe, damit wir flexibel auf aktuelle Entwicklungen reagieren können", sagt der Leiter des städtischen Liegenschaftsamtes, Ralf Scheib.

Eine flexible Reaktion war auch dafür verantwortlich, dass das Programm nun überarbeitet werden musste. Als der Kämmerer am Jahresbeginn den städtischen Haushalt aufgestellt hat, musste er sparen.

Die notwendigen Maßnahmen blieben in seinem Entwurf, sinnvolle und wünschenswerte Projekte wurden verschoben. Das sind beispielsweise Energie sparende Umbauten oder bauliche Änderungen, um Schäden erst gar nicht entstehen zu lassen. Aber auch die Umgestaltung von Räumen etwa für die Offene Ganztagsschule gehören dazu.

Im Nachhinein betrachtet erweist sich diese Verschiebung als glücklicher Zufall, denn ein Teil davon könnte aus Mitteln des KonjunkturpaketsII der Bundesregierung finanziert werden.

Dann müsste das Unterhaltungsprogramm erneut überarbeitet werden. Welche Maßnahmen vorrangig behandelt werden, wird die Politik am 27. Mai im Haupt- und Finanzauschuss in einer Prioritätenliste festlegen.

Unabhängig davon haben die erneuten Veränderungen auch negative Folgen für die Schulen, die vom Konjunkturprogramm profitieren: "Wenn förderfähige Arbeiten vorgezogen werden, muss entgegen unseren Gepflogenheiten auch während der Schulzeit gearbeitet werden", sagt Scheib.

Bisher wurden die mit Lärm und Schmutz verbundenen Arbeiten nur in den Ferien erledigt, um den Unterricht nicht zu stören. Das wäre bei zusätzlichen Projekten nicht möglich, "sonst würden wir das alles gar nicht schaffen".

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