Erntedankfest in Alt-Erkrath leidet unter Kälte und Regen

Erkrath : Erkrather frieren bei Erntedankfest

Einige Aussteller sagten wegen der schlechten Wetterprognose ihre Teilnahme im Vorfeld ab. So gab es weniger Stände.

Ins Wasser gefallen ist das Erntedankfest der Vereine in Alt-Erkrath nicht, aber es hat auch schon bessere Tage erlebt. Der Freitagabend war grau und verregnet, und auch der Sonntag, der eigentliche Feiertag, begann kühl und nass. Immerhin kam am Samstag zeitweise die Sonne raus und sorgte für Temperaturen bis 15 Grad. Diese Gelegenheit nutzen dann doch viele Erkrather, um unter der Markthalle die Früchte der Ernte zu genießen. Die Band Kärntner Express, Sänger Frank Spehl und DJ Kutsche taten ihr Bestes, die Stimmung anzuheizen. „Der Freitagabend war wirklich bescheiden“, resümiert Orga-Chef Udo Wolffram. Immerhin habe es ein kleines Zeitfenster gegeben, in dem die Ercroder Jonges den Erntebaum trockenen Fußes vom Kirchplatz zum Bavierpark tragen und aufstellen konnten.

Auch das Fortuna-Spiel
ließ einige nicht kommen

„Dazu kam noch, dass am Abend Fortuna Düsseldorf gespielt hat“, vermutet Udo Wolffram. Einige hatten nach deren Niederlage wohl keine Lust mehr, feiern zu gehen, und andere sind wegen des Regens früher nach Hause gegangen. Am folgenden Nachmittag war dann aber alles vergessen und der Festplatz fast so gut gefüllt wie eh und jeh.

Nachdem DJ Kutsche das Publikum vom Frühschoppen bis zum Mittag bei Laune gehalten hatte, kehrten um 13 Uhr wieder die Freunde aus Österreich zurück. „Ich habe viele Mails und Anrufe bekommen, ob die Kärntner denn wieder kommen würden“, erzählt Udo Wolffram. Doch nach fast 37-jähriger Verbundenheit ließen die Alpensänger die Tradition auch dieses Jahr nicht abreißen.

Mit ihrer zünftigen Akkordeon-Musik trafen sie den richtigen Ton für das Fest zur Feier der Ernte. Aber drei Tage durchzuspielen, das wäre selbst von den alten Haudegen zu viel verlangt. „Heute machen wir mal etwas anders“, kündigte Wolffram Alleinunterhalter Frank Spehl an. Der arme Mann brauchte fast eine Stunde, um seine Ausrüstung alleine aufzubauen. Doch dann gab es Stimmungsmusik „von Oldies bis Schlager, aber hoffentlich keinen Karneval“, wie Wolffram bemerkte.

Die schlechte Wetterprognose hatte mehrere Aussteller bewogen, ihre Teilnahme im Vorfeld abzusagen. So gab es weniger Stände als sonst, und auch die wichtige Hüpfburg fehlte. Dafür gab es Kaffee und Waffeln von der IG Erkrath, Pommes und Weißbier von der Großen Erkrather KG, und Altbier vom DRK und der SG Kreuz-Eck. Fahrende Schausteller ergänzten das Grundangebot um Raclette und Wein, Crêpes und Kirmesbuden.

Die Erkrather „Marmeladen-Königin“ Monika Preuß pries ihre selbstgestrickten Socken und Handschuhe an. Kenner schätzen ihre Spezialitäten. Beim Lichterdorf ist sie wieder dabei.

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