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Wasserstoff für Busse und Müllfahrzeuge

Umwelt : Wasserstoff für Busse und Müllfahrzeuge

SWK plant Elektroanalyse-Anlage zur Eigenversorgung auf dem Gelände der EGK an der Parkstraße.

Die SWK plant den Bau einer Anlage zur Produktion von grünem Wasserstoff für die eigene Energieerzeugung. Das Ziel: Ab 2024 sollen die ersten Busse der SWK sowie Abfallsammelfahrzeuge der GSAK durch Krefeld fahren, die mit selbst hergestelltem Wasserstoff fahren.

Zusammen mit der Hochschule Niederrhein hat die SWK 2019 eine Machbarkeitsstudie für die Ansiedlung einer Elektrolyse-Anlage im eigenen Netzgebiet gestartet, die Wahl fiel nun auf das Gelände der EGK Entsorgungsgesellschaft Krefeld an der Parkstraße – aus, laut SWK, Gründen der Wirtschaftlichkeit, der Skalierbarkeit, der logistischen und örtlichen Gegebenheiten sowie der hohen Versorgungssicherheit. Vorstand Kerstin Abraham über den Bau am Standort der Müll- und Klärschlammverbrennungsanlage: „Wir gehen unseren Weg innovativ, aber mit Bedacht. Wir haben im Konzern die komplette Wertschöpfungskette für die Erzeugung grüner Energie aus Biomasse unter Kontrolle. Und die Wasserstofferzeugung ist der nächste wichtige Baustein.“

Bald soll es losgehen. „Mit der Planung und dem Aufbau der benötigten Infrastruktur, also eines Elektrolyseurs und einer Wasserstofftankstelle beginnen wir, die Genehmigung vorausgesetzt, im kommenden Jahr“, sagt Vorstandssprecher Carsten Liedtke. Die Fertigstellung ist für Ende 2023 geplant. Starten wird die Anlage mit einer Leistung von einem Megawatt. In der ersten Ausbaustufe können dann zunächst zehn neu anzuschaffende Brennstoffzellen-Busse der SWK Mobil mit Wasserstoff betankt werden. Perspektivisch kann danach sukzessive der gesamte Fuhrpark der SWK Mobil mit Wasserstoff versorgt werden. Auf dem Gelände gebe es ausreichend Platz für rangierende und tankende Solo- und Gelenkbusse und die Voraussetzungen für einen Tankstellenbetrieb sind in weiten Teilen vorhanden. Wichtig für die SWK sei besonders, dass die geplante Anlage modular erweiterbar ist, um in Zukunft sukzessive mehr Fahrzeuge mit Wasserstoff versorgen zu können

Die Versorgungssicherheit sei durch die Produktion im 24-Stunden-Betrieb an 365 Tagen im Jahr gegeben. Der Wasserstoff werde per Elektrolyse mit Strom aus der Müllverbrennungsanlage gewonnen, stamme damit zu mehr als 50 Prozent aus Holz, Papier und Pappe, Pflanzen- und Speisereste. „Die Produktion von sogenanntem grünem Wasserstoff ist zur Erreichung der Klimaziele und CO2-Reduzierung besonders wichtig und durch den hohen Biomasseanteil unserer gesammelten Abfälle auch gegeben“, erklärt Kerstin Abraham. „Das bedeutet auch: Unser aller Siedlungsabfall ist nachwachsender Rohstoff und trägt zur Energiewende bei“, heißt es. Red