1. NRW
  2. Krefeld
  3. Stadtteile
  4. Fischeln

WZ-Mobil zum Bunker: Idealer Proberaum für Bands

WZ-Mobil zum Bunker: Idealer Proberaum für Bands

Beim WZ-Mobil ging es um den Bunker am Marienplatz. Es gab verschiedene Nutzungsvorschläge.

Krefeld. Vom Marienplatz aus betrachtet, sieht das Gebäude nicht wie ein Bunker aus — fast lückenlos mit Kletterpflanzen überwuchert, wirkt es eher wie ein vertikales Beet. Dass der Betonbau ungenutzt herumsteht, halten viele Fischelner für Verschwendung.

Lukas Lohse findet das „schön mit dem ganzen Grün“. Von dem angeblichen Plan des unbekannten Eigentümers, in dem Bunker Server aufzustellen und ihn so als Datendepot zu nutzen, hat er noch nicht gehört. Prinzipiell hätte er aber nichts dagegen einzuwenden, solange „alles bewachsen bleibt“. Aber er hat auch einen alternativen Vorschlag: „Der Bunker wäre ideal geeignet für Proberäume.“

Das findet auch Kerstin Spang, schließlich seien „Bands immer auf der Suche“. In jedem Fall ist sie dafür, das Gebäude endlich wieder zu nutzen: „Das wäre wirklich sinnvoll.“ Georg Dombek ist es eigentlich egal, was mit dem Bunker passiert: „Solange der so schön grün ist, stört er mich nicht“. Zumal ein Abriss der massiven Mauern vermutlich viel zu teuer käme.

Das Problem mit den Kosten sieht auch Franz-Joseph Jaeger. „Es fehlt sicher an Geld, wie überall. Ansonsten könnte man daraus ein Bürgerhaus oder für die Jugendlichen einen Ort zum Musizieren machen. Der Bunker sollte auf jeden Fall für mehrere einen Nutzen haben.“

Lorenz Matuszewski ist zwar kein Fischelner, „deswegen interessiert mich das wenig. Ich kann aber nachvollziehen, dass es Leute stört, würde mich wohl auch. Die Fläche wäre besser zu nutzen.“

Margret Heidan sieht das ähnlich: „Im Moment ist es doch ein sinnloses Gebäude. Es sollte genutzt werden, ich weiß aber nicht wie, ich habe ja noch nie reingeguckt. Als Bunker wird er hoffentlich nie wieder gebraucht. Haben die in Bockum nicht auch so einen Bunker abgerissen und dann Einkaufsmöglichkeiten geschaffen?“

Klare Position bezieht eine Passantin: „Am besten abreißen, das hässliche Ding. Ist eh nicht zu gebrauchen.“ Maria Sanchez findet, dass man den Betonklotz bunt bemalen könnte, damit er nicht mehr ganz so unfreundlich und hässlich aussieht. „Außerdem könnte man ihn auch als Sporthalle nutzen.“

Willi Arden ist der Meinung, dass man den Bunker abreißen sollte und ein Schützenhaus bauen könnte. „Der ist von innen bestimmt ganz marode und für nichts mehr zu gebrauchen“, sagt er. Auch Karin Möllmann ist der Meinung, man solle das Gebäude abreißen und die Fläche für das Schützenfest nutzen.

Der zehnjährige Fabian Holtappels findet den Bunker nicht schön und ist der Meinung, dass man ihn abreißen könnte und etwas anderes hinbauen sollte. Heinz Klaßen hingegen ist gegen einen Abriss, er findet, der Bunker müsste als Denkmal erhalten werden. „Allerdings weiß ich nicht, wie er von innen aussieht, aber man könnte ihn vielleicht als Proberaum nutzen.“

Auch Gabriele Krücker findet, dass das Gebäude als Proberaum genutzt werden könnte. „Jugendbands hätten die Möglichkeit zu proben, sie würden schließlich niemanden stören, da kein Lärm durch die Wände dringen würde. Außerdem können Jugendliche keine großen Mieten zahlen, und es gibt nicht viele Probemöglichkeiten für Jugendbands.“ Eine Fischelnerin sagt: „Es ist mir egal, was mit dem Bunker passiert, Hauptsache, es kostet uns nichts.“