Lesung: Die Geschichte eines Helden

Lesung: Die Geschichte eines Helden

Alfred Wohlgemuth steht am Dienstag im Mittelpunkt einer Veranstaltung der Villa Merländer.

In der Krefelder NS-Dokumentationsstelle in der Villa Merländer an der Friedrich-Ebert-Straße 42 findet am Dienstag, 19. Juni, eine Lesung mit anschließendem Gespräch zum Buch „Alfred Wohlgemuth. Ein unbesungener Held“ statt. Beginn ist um 19.30 Uhr. Die Autorin Vera Friedländer wird an diesem Abend in der NS-Dokumentationsstelle zu Gast sein. Inge Brand, die ehemalige Leiterin des Kresch-Theaters, liest Passagen aus dem Buch. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Burkhard Ostrowski, Mitarbeiter an der NS-Dokumentationsstelle, und der ehrenamtliche Mitarbeiter Reinhard Schippkus entdeckten bei ihren Recherchen den Fall Alfred Wohlgemuth, ein Mann, der mit seiner aus Krefeld stammenden Frau in der NS-Zeit jüdischen Freunden in Berlin bei der Flucht geholfen hatte. Im Jahr 1982 erschien in der damaligen DDR ein Buch von Vera Friedländer, in dem sie ihr Schicksal als „Halbjüdin“ und die Geschichte ihrer Familie schilderte. Als die beiden Historiker in den 1990er-Jahren auf die Geschichte Wohlgemuths stießen, wurde durch einen Zufall die Verbindung zwischen der Familiengeschichte und dem „unbekannten Krefelder, der jüdischen Menschen half und dadurch selber Opfer des Nazi-Terrors wurde“, deutlich.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenfrei. Spenden an den Förderverein sind willkommen. Das Platzangebot in der Villa Merländer ist begrenzt. Daher ist eine Anmeldung unter der Telefonnummer 50 35 53 notwendig (Achtung: ein Anrufbeantworter springt an, die Telefonnummer ist anzugeben). Die Dokumentationsstelle ist eine Institution des Kulturbüros der Stadt Krefeld. Dort gibt es zwei Wandgemälde Heinrich Campendonks zu besichtigen sowie eine Ausstellung mit dem Thema „Krefeld und der Nationalsozialismus“.