Krefelder WerteUnion will eigenen OB-Kandidaten

Politik : WerteUnion will eigenen OB-Kandidaten

Gespräche mit CDU werden sondiert. 40 Prozent würden Meyer unterstützen.

Wie angekündigt,  veröffentlicht die konservative Werte-
Union nach den Ferien die Ergebnisse ihrer Umfrage. Das Ergebnis ist in zwei Punkten wenig überraschend. Die Mehrheit ist dafür, einen eigenen Kandidaten für die Wahl zum Oberbürgermeister aufzustellen und eine eigene Liste. Überraschend: 40 Prozent sprechen sich dafür aus, den SPD-OB Frank Meyer zu unterstützen, sollte die CDU keinen geeigneten Kandidaten präsentieren.

165 Unterstützer wurden angeschrieben, 81 beantworteten die Fragen. Ziel der Umfrage sei es gewesen, zu erfahren, wie groß die Eigeninitiative der WerteUnion Niederrhein bei den nächsten Kommunalwahlen sein soll. 61,6 Prozent der Unterstützer stimmten für eine eigene Liste, 25,9 Prozent dagegen. Der Rest enthielt sich. Noch deutlicher ist das Ergebnis bei der Abfrage nach einer Novellierung der Gewerbesteuer in Krefeld nach dem Vorbild Monheims. 88,9 Prozent sind der Meinung, dass diese ein zentrales Thema im Wahlkampf sein müsse. Bezüglich eines eigenen OB-Kandidaten sprechen sich 55,6 Prozent dafür aus.

Völlig überraschend: 40 Prozent würden lieber OB Meyer unterstützen als einen „ungeeigneten“ CDU-Kandidaten.

„Der Zuspruch für Frank Meyer kam schon einigermaßen überraschend, hier ist aber vermutlich auch viel Frust über die Situation der eigenen Partei im Spiel“, so WerteUnion Sprecher Daniel Bruckmann.

Gewerbesteuer als
Wahlkampfthema

Die WerteUnion will nun wie folgt vorgehen: Carsten von der Venn, Mitglied des Bundesvorstandes der WerteUnion und dazu Mitglied im Kreisvorstand der lokalen CDU, soll bei der nächsten Kreisvorstandssitzung der CDU das Gesprächsinteresse der Partei abklopfen. Man wisse nicht, ob die CDU überhaupt Interesse an einem gemeinsamen Wahlkampf mit der WerteUnion habe. Das Thema „Gewerbesteuerreform“ solle zudem ein zentrales Wahlkampfthema werden. Red