KFC Uerdingen: Das Lifting der Grotenburg

KFC Uerdingen : Das Lifting der Grotenburg

Am Donnerstag entscheidet der Rat, ob die 8,7 Millionen Euro für die Sanierung des Fußball-Stadions genehmigt werden.

Krefeld. Gut 90 Jahre ist sie alt, zuletzt so richtig renoviert vor 43 Jahre — jetzt nimmt die Stadt erstmals wieder Geld in die Hand, um jahrzehntelange Versäumnisse bei der Instandhaltung der Grotenburg aufzuarbeiten. Auch angetrieben durch den KFC Uerdingen und seine ambitionierten Ziele. Ob es denn mit dem Aufstieg in die 3. Liga klappen kann, wird sich zeigen. Als Sofortmaßnahmen sind direkt 1 069 Millionen Euro notwendig. Sie dienen alleine der Instandsetzung, tragen nicht zu einer Wertsteigerung bei.

Am Donnerstag entscheidet der Rat, ob die Maßnahme über insgesamt 8,7 Millionen Euro brutto durchgewunken wird oder nicht. Alles spricht für die akute und schnelle Sanierung.

Die 8,7 Millionen Euro splitten sich in zwei große Blöcke — 1 688 Millionen Euro werden für den weiteren Spielbetrieb in der Regionalliga benötigt, weitere 3 628 300 Euro sind es, um das Stadion auf die vom DFB ausgearbeiteten Statuten für den Spielbetrieb in der 3. Liga zu trimmen. Beide Posten summieren sich auf 5 316 300 Euro. Das ist ein Nettobetrag. Zugerechnet sind jeweils eine Million Euro für Planungskosten und eine Finanzreserve für Unvorhergesehenes. Macht zusammen 7 316 330 Euro. Mit dem Aufschlag der Mehrwertsteuer beläuft sich die Summe auf stolze 8,7 Millionen Euro.

Die Debatte um die Sanierung währt nun ein gutes halbes Jahr, Sport- und Finanzausschuss waren befasst, die Verwaltung organisierte eine Führung für die Mitglieder beider Ausschüsse. Aber wo kommt das Geld her? Die Verwaltung skizziert Möglichkeiten der Finanzierung in den Haushalten 2018 und 2019. In 2018 sollen erstmal Mittel in Höhe von 1 069 Millionen Euro zur Umsetzung der Sofortmaßnahmen und investive Mittel von 250 000 Euro als Planungskosten bereitgestellt werden. Für 2019 erfolgt die Bereitstellung der Mittel im Rahmen des Haushaltsplan-Aufstellungsverfahrens.

Angezapft werden sollen dabei Mittel des kommunalen Konjunkturprogramms Krefeld. Dabei handelt es sich um eine vom Rat gewünschte Pauschalposition, die für dringend notwendige Investitionen, insbesondere für Infrastrukturmaßnahmen im Sport und der Kultur vorgehalten werden.

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