1. NRW
  2. Krefeld

Corona: Schüler aus Krefeld fordern Hybrid-Unterricht

Pandemie : Kritik an Umgang mit Corona: Schüler aus Krefeld fordern Hybrid-Unterricht

Schüler aus Krefeld schlagen Alarm: Sie kritisieren den Umgang mit der Corona-Pandemie. Und stellen eine klare Forderung.

Die Botschaft ist deutlich: Schüler haben Angst, machen sich Sorgen um die eigene oder die Gesundheit von Familienangehörigen. Die Schülervertretung des Berufskollegs Vera Beckers in Krefeld kritisieren in einem Brief das Festhalten am Präsenzunterricht in NRW und fordern, Schichtmodelle oder Hybrid-Unterricht-Konzepte zu ermöglichen. Das Schreiben ist an die NRW-Landesregierung, die Krefelder Stadtverwaltung und die Schulleitung des Berufskollegs adressiert.

Das kritisieren die Schüler aus Krefeld

Angesichts anhaltend hoher Corona-Zahlen sei es riskant, den Unterricht „in der normalen Präsenzform weiterlaufen zu lassen“, heißt es in dem Brief. Im Umkreis der Schule würden sich Schüler „achtlos“ verhalten, die sogenannten AHA-Regeln würden teilweise nicht eingehalten. In den Fluren und Räumen der Schule sei es aufgrund der Anzahl der Menschen „unmöglich“ die Regeln korrekt anzuwenden und im öffentlichen Nahverkehr gebe es „große Menschenmassen“.

Das sagt die Schule zu den Forderungen

Vera-Beckers-Leiter Stefan Bur würde sich generell mehr Handlungsfreiheit wünschen, um auf das Infektionsgeschehen reagieren zu können. Er verstehe das Schreiben seiner Schülerschaft als Forderung an die Politik. Gleichzeitig betont Bur, dass es keine illegalen Zustände in seiner Schule gibt - gleichwohl es trotz mehrere Maßnahmen (etwa versetzter Unterrichtsbeginn) nicht möglich sei, die Abstände immer einzuhalten, dafür werde aber Maske getragen. Trotzdem sei es mittlerweile zu „Dutzenden“ Quarantänen am Berufskolleg gekommen.

Landesregierung hält am Präsenzunterricht fest

Trotz der Corona-Pandemie sind derzeit in Nordrhein-Westfalen 95,9 Prozent aller Schüler im Präsenzunterricht, hatte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) zuletzt erklärt. Alle Bundesländer seien sich einig, dass der Unterricht im Klassenraum für die Bildungschancen der Kinder am besten geeignet sei.

„Im Alltag zeigt sich, dass Apelle nicht genügen. Es bleibt uns wenig Zeit um Entscheidungen zu treffen. Es ist jetzt eine klare Systematik erforderlich“, heißt es hingegen im Schreiben der Schülerschaft des Berufskollegs aus Krefeld.