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Stadtwerke ziehen Bilanz: Strom, Gas, Wasser: Keine Preiserhöhung in Sicht

Stadtwerke ziehen Bilanz : Strom, Gas, Wasser: Keine Preiserhöhung in Sicht

Versorger sieht sich zwar im harten Wettbewerb, konnte aber seine Kunden halten.

Düsseldorf. Die Nachrichten für Kunden der Stadtwerke sind gut: Der erst zum 1. Januar gesenkte Strompreis bleibt unverändert, beim Gaspreis ist im Sommer sogar mit einer Senkung zu rechnen. Preise für Wasser und Fernwärme bleiben stabil. Eine Garantie, dass Kunden den Stadtwerken treu bleiben, ist das aber nicht. Dessen ist sich der Vorstand durchaus bewusst. „Wir haben es mit rund 400 Mitbewerbern zu tun, die teilweise aggressiv vorgehen, um Kunden für sich zu gewinnen“, sagt Rainer Pennekamp, Vertriebsvorstand bei den Stadtwerken. „Und dennoch haben wir es geschafft, unsere Kundenbasis im Jahr 2014 stabil zu halten“, sagt er.

Der Grund für die Kundenbindung, die laut Pennekamp bei mehr als 85 Prozent im Stadtgebiet liegt, sei vor allem die Wahrnehmung der Stadtwerke als Marke für Verlässlichkeit und Qualität. „Auch Beteiligungen der Stadtwerke am kulturellen Leben wie beispielsweise dem Seifenkistenrennen, sorgen dafür, dass wir in der Stadt als Partner wahrgenommen werden“, sagt Pennekamp. Diese Wahrnehmung sei auch der Grund dafür, dass die Konzessionsverträge für Strom, Erdgas und Wasser mit der Stadt Düsseldorf auf weitere 20 Jahre verlängert wurden.

Das Jahresergebnis der Stadtwerke lag 2014 mit 83,7 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert in Höhe von 84,4 Millionen Euro, erreichte laut Finanzvorstand Hans-Günther Meier aber Planniveau. „In diesem Ergebnis enthalten sind Einmal-Effekte wie der Verkauf der Anteile an der Monheimer Elektrizitäts- und Gasversorgungs GmbH“, sagt Meier. Einen Absatzrückgang habe es witterungsbedingt sowohl bei der Fernwärme als auch beim Gas gegeben. „Der negative Einfluss des milden Winters auf den Erdgasverkauf konnte durch erhöhte Handelsaktivitäten beim Gas aufgefangen werden“, erklärt Meier. Der Stromverkauf ist nahezu konstant geblieben.

Weitere für die Stadtwerke Düsseldorf zentrale Projekte wie der Ausbau der Düsseldorfer Fernwärme und die abschließenden Arbeiten am neuen Erdgaskraftwerk Fortuna verlaufen planmäßig. Ab dem Jahr 2016 soll diese Kombination einen Klimaschutzbeitrag von mehr als 600 000 Tonnen CO2 pro Jahr ermöglichen. Im Jahr 2025 sollen es mehr als eine Million Tonnen sein. „Damit leisten die Stadtwerke Düsseldorf einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutzziel der Stadt, bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu sein“, sagt Udo Brockmeier. Der Speicher mit seinen 35 000 Kubikmetern Fassungsvermögen soll Ende 2016 in Betrieb gehen.