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Düsseldorf: Deutsche Popgeschichte steht im Zakk auf der Bühne

Düsseldorf : Deutsche Popgeschichte steht im Zakk auf der Bühne

Sieben verschiedene Bands präsentieren ihre „Lieblingsplatte“ und stehen für ein völlig neues Festival-Format.

Düsseldorf. Fünf Jahre hat Miguel Passarge an dem Projekt „Lieblingsplatte“ gearbeitet und dabei sehr viel Herzblut und Arbeit investiert: „Es war immer ein Traum von mir und ich bin überglücklich, dass wir dieses Musik-Festival nun endlich realisieren können“, sagt Passarge am Donnerstag bei der Vorstellung. Sieben Band, die teilweise deutsche Musikgeschichte geschrieben haben, werden vom 10. bis zum 17. Dezember im Zakk an der Fichtenstraße ein Konzert geben. Aber es wird nicht irgendein Konzert werden. Die Künstler spielen jeweils eines ihrer Alben komplett — und zwar ihre Lieblingsplatte. „Es gibt also kein Best Off oder Ähnliches. Das ist auch für die Bands eine völlig neue Erfahrung, weil sie viele Songs schon jahrelang nicht mehr auf der Bühne performt haben und neu einspielen müssen“, sagt Passarge.

Düsseldorf: Deutsche Popgeschichte steht im Zakk auf der Bühne
Foto: Hoppen, Stone

Zum Auftakt des Festivals stehen am 10. Dezember Fehlfarben auf der Bühne. Das Album „Monarchie und Alltag“ war das Debütalbum der Düsseldorfer und Wuppertaler Band. 1980 kam es auf den Markt und wurde vom Rolling Stone Magazin als bestes deutsches Album aller Zeiten gewählt. Es entstand im Umfeld der legendären Ratinger Hof-Szene, aus der eine ganze Generation bekannter deutscher Pop- und Punkmusiker hervorging.

Düsseldorf: Deutsche Popgeschichte steht im Zakk auf der Bühne
Foto: Henneberg

The Notwist kommen ursprünglich aus der Punkszene ihrer bayerischen Heimat Weilheim. Sie werden ihr Album „Neon Golden“ performen. Vier Jahre hatte sich die Band zurückgezogen, um dieses Studioalbum zu produzieren. Es bescherte der Band den bisher größten Erfolg: Es landete auf Platz zehn der deutschen Albumcharts und erhielt den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik 2002.

„Die Goldenen Zitronen“ starteten 1984 als ungestüme Punkrocker. Mehr als zwanzig Jahre später erschien ihr Album „Lenin“, mit dem sie am 13. Dezember auf der Bühne stehen werden. Die Band selbst bezeichnet dieses Album als ihr Schlüsselwerk, denn es bietet alles, was die Hamburger Band heute ausmacht: Improvisation, Punkrock, Techno und Jazz.

1965 bis 1971 spielte Michael Rother als Gitarrist in der Düsseldorfer Band „Spirits of Sound“. 1971 hatte er als Mitglied der Gruppe Kraftwerk einen Auftritt im Beat-Club. Doch der Durchbruch als Solo-Künstler gelang Michael Rocher erst 1977 mit seinem Lieblings-Album „Flammende Herzen“.

Für das Festival wurden auch noch die Bands Torch, Mutter und ASD verpflichtet. „So ein Format hat es bei einem Festival noch nicht gegeben und wir hoffen, dass dies bei den Fans ankommt“, sagt Passarge. Die Karten für die Konzerte kosten zwischen 20 und 33,50 Euro und sind im Vorverkauf erhältlich.