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Berlinale: Film ab für 18 Weltpremieren

Berlinale: Film ab für 18 Weltpremieren

Weltstars auf dem roten Teppich und vier deutsche Filme im Rennen um den Goldenen Bären: Nächste Woche startet die Berlinale

Berlin. Dieter Kosslick (65) hat den roten Teppich vor dem Berlinale-Palast immer fest im Blick. Wenn der Direktor der Internationalen Filmfestspiele Berlin dort nicht gerade selbst die Stars empfängt, guckt er von seinem Hotelzimmer gegenüber auf das Treiben auf dem Promi-Laufsteg. Schauspieler wie George Clooney, Bradley Cooper, Charlotte Gainsbourg, Matt Damon, Catherine Deneuve, Forest Whitaker, Bruno Ganz, Uma Thurman und Viggo Mortensen werden zur 64. Berlinale erwartet.

Berlinale: Film ab für 18 Weltpremieren
Foto: Sven Hoppe

Garantiert glamourös skurril wird es zum Festivalauftakt am nächsten Donnerstag mit Wes Andersons neuem Werk „Grand Budapest Hotel“. Der US-Regisseur schickt seine Komödie um den Concierge eines Luxushotels und den Diebstahl eines wertvollen Renaissance-Gemäldes ins Rennen um den Goldenen und die Silbernen Bären.

Gut 400 Filme werden im Bären-Wettbewerb, im Panorama, im Forum, im Berlinale-Special, in der Perspektive Deutsches Kino, beim Kinder- und Jugendfilmfest Generation und in weiteren Reihen gezeigt. Zusätzlich knapp 800 Regiearbeiten gibt es auf dem parallel veranstalteten European Film Market für Filmeinkäufer zu sehen.

Um die Berlinale-Trophäen konkurrieren neben „Grand Budapest Hotel“ weitere 19 Filme aus aller Welt. Einen starken Auftritt in der offiziellen Bären-Auswahl haben dabei die Deutschen: Zum ersten Mal seit acht Jahren gibt es wieder gleich vier deutsche Produktionen im Wettbewerb, kein anderes Land ist 2014 so oft im Wettbewerb vertreten. „Die Stärke des deutschen Films ist seine künstlerische Vielfalt“, sagt Kosslick.

Regisseurin Feo Aladag erzählt in „Zwischen Welten“ von der schwierigen Mission deutscher Soldaten in Afghanistan. Dominik Graf hat mit „Die geliebten Schwestern“ über den Dichter Friedrich Schiller und die Schwestern Caroline von Beulwitz und Charlotte von Lengefeld ein Stück deutsche Kulturgeschichte verfilmt. „Edward Bergers ,Jack’ ist ein eher traditionell erzählter, aber sehr eindrucksvoller Film über das Leben von Kindern“, so Kosslick. „In ,Kreuzweg’ von Dietrich Brüggemann geht es um Sexualität, Macht und Moral.“

Doch die achtköpfige Jury, der auch der zweifache Oscar-Gewinner Christoph Waltz angehört, könnte sich am Ende auch für einen der Filme aus China, Frankreich, Argentinien, Brasilien, Japan, Großbritannien, Österreich, Norwegen oder den USA entscheiden. 18 Weltpremieren und drei Spielfilmdebüts gibt es im offiziellen Programm.