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Air Berlin: NRW-Arbeitsminister unterstützt Transfergesellschaft für Air Berlin

Air Berlin : NRW-Arbeitsminister unterstützt Transfergesellschaft für Air Berlin

Die insolvente Airline hatte am Dienstag ihre Bereitschaft zu einer Beteiligung an der Transfergesellschaft für die von Arbeitslosigkeit bedrohten Air-Berlin-Beschäftigten signalisiert.

Düsseldorf. Nordrhein-Westfalens Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat sich für eine Transfergesellschaft für die Beschäftigten der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin ausgesprochen. Er sagte laut Medienberichten, er würde sich „freuen, wenn eine Transfergesellschaft eingerichtet werden kann“. Damit würden die von Arbeitslosigkeit bedrohten Air-Berlin-Beschäftigten eine professionelle Unterstützung bei der Suche nach neuer Arbeit erhalten.

Laumann stellte allerdings Bedingungen: Die beteiligten Firmen müssten „zumindest die Kosten für die Sozialversicherungsbeiträge tragen“. Die Bundesagentur für Arbeit würde das Transferkurzarbeitergeld in Höhe des Arbeitslosengeldes zahlen, sagte er weiter. Staatlich gestützte Transfergesellschaften sollen soziale Härten bei Kündigungen abfedern, indem entlassene Mitarbeiter eine Übergangsanstellung erhalten. Aus dieser heraus können sie sich für neue Jobs bewerben. Am Dienstag hatte sich die Bereitschaft abgezeichnet, dass sich Air Berlin doch noch finanziell an einer Transfergesellschaft beteiligt. Die Fluggesellschaft richtete ein entsprechendes Schreiben an Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD).

Das Land Berlin ist laut Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) „sehr daran interessiert, Personal von Air Berlin kurzfristig zu rekrutieren“. Eine Transfergesellschaft sei dabei sinnvoll und hilfreich, Voraussetzung sei aber, dass sich Air Berlin und der Betriebsrat über die Gründung einer solchen Gesellschaft verständigten. Gespräche über die Finanzierung zwischen den Bundesländern Berlin, Nordrhein-Westfalen und Bayern laufen demnach „auf Hochtouren“. Air Berlin rechnet damit, dass die Gründung der Transferfirma einen „mittleren zweistelligen Millionenbetrag“ kosten würde. AFP