Festival wird größer: Zweite Bühne fürs Folklorefest

Festival wird größer: Zweite Bühne fürs Folklorefest

Die Organisatoren des Festival am 7. und 8. August auf dem Platz an der Alten Kirche bauen — auch aus Sicherheitsgründen — einen separaten Genießermarkt auf.

Krefeld. Die Frage der Sitzmöbel ist noch nicht geklärt. Womöglich werden die Besucher des Krefelder Folklorefestes auf den stuhlgewordenen Ideen junger Design-Studenten ausruhen können, während sie sich für den nächsten Act auf der Hauptbühne stärken. Klar ist: Diesmal wird der größte Teil der Gastronomie des zweitägigen Festivals auf einem separaten Genießermarkt zu finden sein. Er wird neben der Alten Kirche auf dem evangelischen Kirchplatz aufgebaut.

Und auch hier müssen die Musik-Fans nicht auf schöne Töne verzichten. Denn erstmals soll eine zweite Bühne aufgebaut werden. In den Umbau-Pausen auf der Hauptbühne wird diese kleine Auftrittsfläche bespielt — vor allem von Musikern aus dem Singer-Songwriter-Bereich.

Bei den Neuerungen ging es den Organisatoren des 38. Folklorefestes vor allem um die Sicherheit. 12 000 Menschen auf einem Platz, da ist Harry Emke von der Initiative Folklorefest Krefeld nicht erst seit der Loveparade in Duisburg sensibilisiert. „Unser Fest erfreut sich eines wachsenden Zuspruchs“, sagt der für die allgemeine Organisation zuständige Emke. Als gelernter Veranstaltungskaufmann wisse er aber auch, „dass, wenn es so knüppelvoll ist, das nicht nur Gutes beinhaltet“. Es sei zwar nie etwas passiert. Aber angesichts der zunehmenden Zuschauerzahl kam aus dem Kreis des Vorbereitungsteams die Idee, das Ganze mit Hilfe einer Extra-Gastro-Zone zu entzerren. Auf dem Platz vor der Hauptbühne wird es trotzdem weiterhin Pavillons, Bierstände und Würstchenbuden geben.

Was das Programm angeht, ist die Liste des ältesten und größten deutschen Folkfests, das umsonst und draußen veranstaltet wird, lang. Und sie ist anders tanzbar als in den vergangenen Jahren. Es gibt einen Themenabend Krefelder Kulturnacht am Freitag, aber keinen Tanzworkshop. „Wir hatten ja Salsa, Tango, Walzer und so weiter, aber dieses Jahr wollten wir mal alte Krefelder Kultbands und neue Helden holen“, sagt Jordi Preußler, der in der reinen Ehrenamtler-Runde des Vereins die Bühnen-, Backstage- und Künstlerbetreuung übernimmt. Als „kleinen Ausschnitt“ habe man sich für M. walking on the water als „die bekannteste Krefelder Band nach Blind Guardian entschieden. Außerdem sind Tchalo, Provinztheater und The Fog Joggers, die gerade durchstarten, mit von der Partie.

Markus Maria Jansen von M. walking on the water ist die Vorfreude auf den Auftritt als Hauptact am Freitag anzumerken. „Wir spielen ja nicht mehr so oft zusammen, weil wir sehr verteilt sind“, sagt das Gründungsmitglied, die sich Ende der 1990er trennte, aber nie wirklich auflöste. Flensburg, Hamburg, Niederrhein sollen aber nun kein Problem sein. Zugleich will die Band auch noch „zum ersten Mal live mit einem Streichquartett auftreten — und mit dem müssen wir ja auch noch proben“.

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