Wahlsystem: Zwei Stimmen für NRW

Wahlsystem: Zwei Stimmen für NRW

Die wichtigsten Informationen zum Wahlablauf am 13. Mai.

Düsseldorf. 13,2 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen sind dazu aufgerufen, bei der Landtagswahl am 13. Mai ihre Stimme abzugeben. Die wichtigsten Informationen rund um den Ablauf der Wahl.

Jeder Stimmberechtigte bekommt eine Benachrichtigung über das Wahllokal, in dem er am 13. Mai von 8 bis 18 Uhr seine Stimme abgeben kann. Wer bis Monatsende keinen Brief erhalten hat, ist nicht im Wählerverzeichnis erfasst und sollte sich an seine Stadtverwaltung wenden. Wer vergisst, die Wahlbenachrichtigung mit ins Wahllokal zu bringen, zeigt nur seinen Personalausweis vor.

Wer am 13. Mai nicht im Wahllokal erscheinen kann, hat die Möglichkeit, per Brief abzustimmen. Wie man die nötigen Unterlagen anfordern kann, erfährt man auf der Wahlbenachrichtigung. Der Stimmbrief muss am Stichtag bis spätestens 18 Uhr beim Wahlamt eingetroffen sein.

Insgesamt sind 17 Parteien auf dem Stimmzettel vertreten. Neben den bekannten großen Parteien sind etwa dabei: die Partei der Vernunft, die Tierschutzpartei, Christen für Deutschland, erstmals die Freien Wähler und auch die satirische „Die Partei“ des ehemaligen „Titanic“-Chefredakteurs Martin Sonneborn.

346 000 junge Menschen im Land dürfen zum ersten Mal wählen gehen. Besonders für sie stellt sich die Frage, was sie auf dem Wahlzettel erwartet. Seit der vergangenen Landtagswahl gilt: Jeder Wahlberechtigte kann zwei Stimmen abgeben. In der linken Spalte sind die Direktkandidaten aus dem heimischen Wahlkreis aufgelistet. Einem von ihnen gibt man die Erststimme.

Auf der rechten Seite des Wahlzettels wird die Zweitstimme für die Landesliste einer Partei vergeben. Mindestens 53 der insgesamt 181 Abgeordneten ziehen über die Landesliste in den Landtag ein. Wenn jemand nur eine Stimme vergibt, wird der Zettel dadurch nicht ungültig. Bei hinzugefügten Bemerkungen oder unklarem Votum indes schon.

Ja, er wird am Donnerstag, 26. April, freigeschaltet. Im Selbsttest können Internetnutzer dann überprüfen, welches Parteiprogramm sich am ehesten mit ihren Ansichten deckt. Zudem können die Programme einzeln aufgerufen und verglichen werden. Das Ganze ist ein Projekt der Bundes- sowie Landeszentrale für politische Bildung. vezi

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