Nach Winnenden: Amoklauf-Zeugin plagt Todesangst

Nach Winnenden: Amoklauf-Zeugin plagt Todesangst

Winnenden/München (dpa). Jeder Mittwoch und jeder 11. einesMonats sind für eine Schülerin der Winnender Albertville-Realschule„die Hölle“. Auch neun Monate nach dem Amoklauf an ihrer Schuleplagten sie Panikattacken, schilderte die 15-jährige Selina D. derIllustrierten „Bunte“ (München).

Die Attacken seien zwar mittlerweilebesser geworden. „aber die Angst, dass so etwas noch einmal passierenkönnte, ist jeden Tag voll da“. Die Jugendliche hatte am 11. März,einem Mittwoch, in ihrer Klasse mit ansehen müssen, wie AmokläuferTim K. drei Mitschülerinnen erschoss. Sie selbst traf eine Kugel ander Nase, berichtet das Blatt.Sie und ihre Familie gingen regelmäßig zur Psychologin.

Heute willdie 15-Jährige schnell den Realschulabschluss machen und „etwaslernen, wofür ich nie wieder zur Schule gehen muss“. Selina D. hatsich bereits mehrfach nach der Tat in Medien zu Wort gemeldet. Wieein Behördensprecher auf dpa-Anfrage sagte, werden derzeit noch rund50 Schüler und 10 bis 20 weitere Angehörige und Betroffenepsychologisch betreut.

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